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Made in Germany - Güte- und Umweltsiegel

Zu viel des Guten

Güte- und Umweltsiegel gibt es wie Sand am Meer. Der Verbraucher kennt – und schätzt – aber nur wenige davon.
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Wenn die Konsumenten ihre Verbrauchsgewohnheiten ändern sollen bzw. wollen, dann brauchen sie Anhaltspunkte/Orientierungszeichen, die ihnen helfen, die richtigen Produkte zu wählen. Dazu steht eine ganze Reihe von Umweltsiegeln zur Verfügung. Doch die Unterschiede sind groß. Die Palette reicht von selbst kreierten Hersteller-Labeln bis hin zu umfassenden und wissenschaftlich fundierten Qualitätszeichen.
Es wird geschätzt, dass sich zur Zeit ca. 1.000 verschiedene Label auf dem Markt befinden. Die Label haben oft mehr mit Werbung als mit wirklicher Verbraucherinformation zu tun. Die Studie hat sich daher bei der Abfrage an der Vorlage des Umweltbüros für Berlin-Brandenburg orientiert, das sich zum Ziel gesetzt hat, Verbraucherinformationen zu ökologischen Kennzeichen in der Baubranche sowie bei Produkten des Wohnbereiches zu erstellen und zu veröffentlichen. So wurde eine Auswahl von 30 Siegeln, die in dieser Veröffentlichung vorgestellt wurden, in die Studie aufgenommen, wobei keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird.
Bei der mit Abbildungen gestützten Vorlage kristallisiert sich ein Umweltsiegel heraus, das mit Abstand am bekanntesten ist: "Test" von Stiftung Warentest (85 Prozent gestützte Bekanntheit). Bekannte Siegel sind darüber hinaus (mit einem Bekanntheitsgrad zwischen 70 und 80 Prozent) "Blauer Engel" (77 Prozent), "Euro­päisches Ener­gie-Label" (77 Prozent), "ÖKO-Test" (75 Prozent), "TÜV-Umweltsiegel" (75 Prozent), "ECO Institut (75 Prozent), "RAL Gütezeichen" (72 Prozent).
Über einigermaßen nennenswerte Bekanntheitswerte ver­fügen noch "Fair­trade" (44 Prozent), "GuT" (41 Prozent), "FSC-Zertifikat" (41 Prozent) und "IBR" (32 Prozent). Alle anderen Label erreichen lediglich eine gestützte Bekanntheit von unter 20 Prozent. Dabei wurde nicht die Frage gestellt, was die einzelnen Labels eigentlich be­deuten.
Immerhin knapp 60 Prozent der Befragten gaben an, Güte- und Umweltsiegel bei der Auswahl von Materialien/Baustoffen zu beachten. Das trifft insbesondere auf Wohneigentümer und ältere Befragte zu. Hier scheint es nötig, die Anzahl der Siegel zu verringern und die wirklich wichtigen und aussagekräftigen Umweltsiegel vor allem auch inhaltlich bekannter zu machen.
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