Spoga+Gafa, Köln
Die Zahlen haben gestimmt: An allen drei Messetagen wurden die Besucherzahlen des Vorjahres getoppt.
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Spoga+Gafa I

Wegbegleiter durchs Grüne

Messen brauchen ein erweitertes Selbstverständnis, meint Stefan Lohrberg, der bei der Koelnmesse für die Spoga+Gafa verantwortlich ist. Die jüngste Ausgabe der Weltleitmesse der grünen Branche zeigt, dass er damit nicht ganz falsch liegt.
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Die Erleichterung war Stefan Lohrberg anzumerken, als er am Nachmittag des letzten Messetages auf dem BHB Garden Summit - also als die Messe noch ein paar wenige Stunden lief - eine erste Bilanz ziehen konnte: "Wir hatten einen ganz starken Messesonntag, den stärksten der letzten sieben Jahre", berichtete der für die Spoga+Gafa verantwortliche Director der Koelnmesse. "Und wir hatten einen ganz starken Messemontag." Der Dienstag, so sollte sich bald herausstellen, lag mit seinen Besucherzahlen ebenfalls über dem Vorjahresniveau - also ein Plus an allen drei Tagen.
Dieser Dienstag war ja nicht ganz unheikel, denn der BHB und die Koelnmesse hatten gemeinsam entschieden, den BHB Garden Summit nicht direkt nach, sondern noch während der Messe zu veranstalten, eben am Nachmittag des letzten Messetages. Das hat sowohl der Messe als auch dem Gartenkongress augenscheinlich gut getan: In den Hallen war anders als zur Mittagszeit am Dienstag in früheren Jahren noch gut belebt, und der Summit verzeichnete nach Jahren des Abschmelzens wieder ein deutliches Teilnehmerplus (s. Bericht in dieser Ausgabe).
Insgesamt sind etwas mehr als 40.000 Fachbesucher aus 124 Ländern zu der Weltleitmesse für Garten und Freizeit nach Köln gekommen. Die Besucher aus dem Ausland hatten einen Anteil von 65 Prozent. Auch die Zahl der Aussteller hat sich noch einmal leicht erhöht. 2.281 Unternehmen (2018: 2.152) aus 67 Ländern haben sich auf insgesamt 230.000 m² Ausstellungsfläche präsentiert; hier lag der Auslandsanteil bei 86 Prozent.
In seiner kurzen Ansprache hob Lohrberg hervor, dass er den Erfolg der Veranstaltung nicht nur an den Zahlen bemisst. "Wir haben uns gefreut über tolle Marken, die da sind, über tolle Marken, die zurück sind, wir haben uns gefreut über neue Länder, die uns besucht haben", sagte er. Am meisten aber hat er sich darüber gefreut, dass die recht kurzfristig vor der Messe aufgebrachte Idee funktioniert hat, die gesamte Veranstaltung unter ein Titelthema zu stellen.
Damit, so Lohrberg, habe man "ein neues Selbstverständnis von Messe zeigen wollen, nämlich dass Messe heute viel mehr Wegbegleiter sein muss, Themen platzieren muss, kommunizieren muss, und es scheint gut angenommen worden zu sein".
Dass ein solches Leitthema nicht nur in die Branche oder auf die Messeteilnehmer wirkt, macht ein Detail deutlich: Wie die Pressestelle berichtet, hat die Messe erstmals einen thematisch orientierten Bericht im Fernsehen nach sich gezogen.
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