Ehning/GWS, Außenlager
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Teil des Außenlagers des Borkener Baustoffgroßhändlers.
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Ehning/GWS

ERP-Einführung im Kleinen

Wie die Einführung moderner ERP-Software auch bei einem kleinen, nur 15 Mitarbeiter zählenden Baustoffgroßhändler erfolgreich ablaufen kann, zeigt der Erfahrungsbericht des Eurobaustoff-Gesellschafters Ehning Baustoffhandel.
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Wer auf das gut 20.000 m² große Firmengelände der Ehning Baustoffhandel GmbH in Borken-Weseke fährt, spürt vom ersten Moment an den aktuellen Boom in der deutschen Baustoffbranche. In kurzen Abständen fahren LKWs und Kleintransporter auf den Hof und laden unterschiedlichste Baumaterialien, der Tresen im Verkaufsraum ist umlagert von wartenden Kunden. Vor Ort wird dabei schnell deutlich: Großhändler im Baubereich, egal wie groß oder klein, befinden sich angesichts des anhaltenden Baubooms und gleichzeitigen Personalmangels vor ganz besonderen Herausforderungen. Stimmen auf der einen Seite die wirtschaftlichen Zahlen, steht auf der anderen Seite die hohe Belastung für Mitarbeiter und Führungskräfte. Liegen dann Investitionen in die IT vor einem, wäre es eine Möglichkeit, den "Dingen ihren Lauf zu lassen" und auf ruhigere Zeiten zu warten.
Für Sebastian Ehning, Geschäftsführer des Familienbetriebs in dritter Generation, der Anfang des vergangenen Jahres den Betrieb von seinem Vater übernahm, war dies keine Option. Obwohl ihm klar war, dass ein IT-Projekt in hektischen Zeiten eine besondere Herausforderung bedeutet und die Anforderungen an die Hard- und Software sich zwischen einem großen und kleinen Baustoff-Großhändler kaum unterscheiden, beschloss er im Frühsommer 2018, für das Unternehmen eine neue Ära im ERP-Bereich einzuleiten. Die Devise dahinter: "Heute ist der richtige Moment. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Es kann so weitergehen mit der Hoch-Konjunktur, aber auch alles morgen vorbei sein".

Altes IT-System 27 Jahre im Einsatz


Bezogen auf die IT bedeutete das: die gesamte Hardware inklusive Glasfaser-Anbindung und Server sollten erneuert und das seit langem genutzte ERP-System ausgetauscht werden. Projektleiter hierfür war Markus Janzen: "Vor dem Wechsel auf Gevis ERP haben wir 27 Jahre lang mit Vera, der ERP-Software von Neutrasoft, gearbeitet und kamen trotz der alten Unix-Technologie und den damit verbundenen Einschränkungen bis zum Schluss gut klar." Die Kundenbetreuung, die nach eigenen Worten vor allem auf traditionellen Werten wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und persönlicher Bindung basierte, ließ sich abwickeln und auch die Abrechnung gelang. Gleiches galt für die Beleg-Archivierung auf Papier und in klassischen Ordnern. "Natürlich haben wir angesichts der Zeit, die wir für die Abläufe brauchten, häufig über eine Erneuerung der IT nachgedacht, doch das tägliche intensive Tagesgeschäft hat uns immer wieder davon abgehalten", beschreibt…
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