Timothy Glaz, Leiter Corporate Affairs bei Werner & Mertz, ist einer der Referenten auf dem 11. IVG Forum Gartenmarkt am 4. November in Düsseldorf.
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Timothy Glaz, Leiter Corporate Affairs bei Werner & Mertz, ist einer der Referenten auf dem 11. IVG Forum Gartenmarkt am 4. November in Düsseldorf.
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Industrieverband Garten

„Es ist wichtig, Verantwortung zu übernehmen“

Grün ist auch im übertragenen – ökologischen – Sinn das Thema des nächsten IVG-Forums Gartenmarkt. Dabei wird es auch darum gehen, was die grüne Branche über das Recycling von Kunststoffverpackungen von einem der Vorreiter lernen kann.
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Werner & Mertz stellt seit 1986 mit der Marke Frosch ökologische Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel her und zählt damit zu den Ökopionieren in Deutschland. Das Unternehmen hat mit seiner Recyclat-Initiative gezeigt, dass hochwertiges Recycling zu Kunststoffverpackungen nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip (wörtlich „von Wiege zu Wiege“, also die Materialnutzung im Kreislauf, dazu gleich mehr) nicht nur möglich ist, sondern auch wirtschaftlich umgesetzt werden kann. 

Timothy Glaz, Leiter Corporate Affairs, ist mit seinem Vortrag „Nachhaltige Verpackungslösungen bei Werner & Mertz“ zu Gast beim 11. IVG-Forum Gartenmarkt am 4. November in Düsseldorf. diy sprach mit ihm vorab über recycelbare Verpackungen und die Recyclat-Initiative des Unternehmens.

 

Herr Glaz, Werner & Mertz gilt als Pionier der Kreislaufwirtschaft. Was können wir uns darunter vorstellen?

Timothy Glaz: Werner & Mertz war 2014 das erste Unternehmen, das Kunststoffe aus dem gelben Sack so aufbereitet hat, dass sie ohne Qualitätsverlust wieder in Verpackungen eingesetzt werden können, inzwischen bis zu 100 Prozent. Das gab es vor unserer Initiative noch nicht.

 

Ihr Unternehmen hat eine Recyclat-Initiative ins Leben gerufen. Können Sie uns diese kurz beschreiben?

Als wir 2012 den Plan entwickelt haben, mehr Kunststoffe aus dem Gelben Sack in den Kreislauf zu führen, haben wir sehr schnell festgestellt, dass wir das alleine nicht bewerkstelligen können. Wir brauchten Partner. Für diese Partnerschaft haben wir diejenigen zusammengebracht, die in der Wertschöpfungskette mit uns zusammenarbeiten, also unsere Verpackungshersteller, den Handel, Technologieentwickler, Steakholder und NGOs wie den Naturschutzbund Deutschland (NABU). Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir es schaffen, mehr Material aus dem Gelben Sack wieder in Verpackungen einzusetzen – und zwar möglichst hochwertig. Das Ganze haben wir als Open Innovation angelegt, da wir keinen closed job daraus machen wollten.

Jeder ist eingeladen, bei der Recycling-Initiative mitzumachen und den Gedanken dahinter zu unterstützen.

Welche positiven Effekte sehen Sie in der Initiative?

Das Wichtigste ist, dass wir eine Haltung einnehmen und damit Verantwortung übernehmen. Wir bringen bestimmte Mengen Verpackungsmaterial auf den Markt und sehen uns in der Pflicht, Lösungen zu entwickeln, wie man diese Materialien hochwertig im Kreislauf halten kann. Dieser Ansatz wird von unseren Kunden, aber auch vom Handel, sehr positiv aufgenommen. Dass sie…

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