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ZG Raiffeisen/Fenaco

Mit Schweizer Akzent

Der Landhandel in Süddeutschland bekommt eine neue Facette. Gemeinsam mit der ZG Raiffeisen bringt die Fenaco  ihr Landi-Konzept unter der Marke Landwelt nach Norden. 
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„Bald gibt es auch in Deutschland Landi-Läden“, titelten Zeitungen wie Tagesanzeiger und die Berner Zeitung; „Landi expandiert mit neuem Namen nach Deutschland“, stand im Nachrichtenportal nau.ch – aus Schweizer Sicht lagen diese Schlagzeilen nahe, als Anfang November die Schweizer Genossenschaft Fenaco, unter deren Dach die Landi-Märkte agieren, und die ZG Raiffeisen aus Karlsruhe publik machten, dass sie ein neues Ladenkonzept für Haus und Garten lancieren und in Süddeutschland testen wollen. Der Name der neuen Vertriebslinie: Landwelt.

Doch genau deshalb gibt es auch eine etwas andere Sicht auf die Dinge, nämlich die aus dem großen Kanton im Norden (wie die Schweizer ihren Nachbarn halb spöttisch, halb respektvoll bezeichnen). Es ist die Perspektive des gleichberechtigten Joint-Venture-Partners.

Die beiden landwirtschaftlichen Genossenschaften haben ein gemeinsames Unternehmen, die Landwelt GmbH, gegründet, um im Einzelhandelsmarkt zu expandieren. Die Pressemitteilung stellt klar: Es ist ein 50:50-Joint-Venture.

Ab 2022 wollen die Partner fünf Pilotmärkte mit einem, wie es heißt, „einzigartigen Sortimentsmix rund um Haus und Garten“ eröffnen. Basis bildet das Konzept der Landi-Läden. Es zeichnet sich durch einen hohen Eigenmarkenanteil und Dauertiefpreise aus. Man könnte es auch als ein (Qualitäts-)Discount-Format im Landhandel bezeichnen, das in seiner Heimat viel „Swissness“ transportiert und mit dem sich entsprechend viele Kunden identifizieren. Das kommt auch daher, dass das Sortiment durch lokale Produkte, insbesondere in den Bereichen Food und Getränke, ergänzt wird.

Das Landwelt-Logo macht klar: Es ist die Landi-Welt, die da nach Norden expandiert. Insofern hatte die Schweizer Presse mit ihren Schlagzeilen Recht.

Diesen Eindruck vermittelt auch ein Vergleich der Größenverhältnisse: Die 270 Landi-Märkte haben 2020 rund 1,472 Mrd. CHF (1,392 Mrd. Euro) umgesetzt. Der Einzelhandelsumsatz der ZG Karlsruhe mit ihren 80 Raiffeisen-Märkten in Baden und zwölf Trèfle Vert-Standorten im Elsass betrug 121,4 Mio. Euro.

Die Rollenverteilung unterstreicht ebenfalls den starken Schweizer Akzent. Zuständig für Konzept, Beschaffung, Logistik und Vermarktung ist die Landi Schweiz AG, ein Tochterunternehmen der Fenaco. Die ZG Raiffeisen unterstützt die Landwelt GmbH in…

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