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Studie

Es muss sich lohnen

Nachhaltigkeit ist im Alltag angekommen, aber sie wird vor allem dort umgesetzt, wo sie einfach und nützlich ist – zum Beispiel bei der energetischen Sanierung. 
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Frieden und Sicherheit sowie finanzielle Themen sind die Top-Themen für mehr als 70 Prozent der Bevölkerung. Nachhaltigkeit ist nur für 45 Prozent ein dominierendes Thema, und 27 Prozent sagen sogar, dass sie das Thema „nicht mehr hören“ können.

Eine Studie der Target Group GmbH hat untersucht, in welchen Lebensbereichen Nachhaltigkeit gelebt wird (green-fatigue.targetgroup.de). Für Hersteller nachhaltiger Produkte geht es also darum, neben Sinn auch individuellen Nutzen zu stiften.

Nachhaltigkeit funktioniert nämlich vor allem dort, wo sie unmittelbar wirkt. Energiesparen ist die am häufigsten genannte Maßnahme: Mit 69 Prozent liegt sie deutlich vor umweltfreundlicher Mobilität oder nachhaltigem Konsum. Denn Energiesparen kann man ohne großen Aufwand und mit sofortigem Nutzen für den Geldbeutel.

Ein gutes Potenzial sieht die Studie auch beim Thema energetische Sanierung. Die Befragten sollten angeben, welche Maßnahmen aus ihrer Sicht einen Nachhaltigkeitseffekt haben. Verpackung und Produktion liegen hier vorn: Jeweils drei Viertel sehen einen Bezug zu Nachhaltigkeit. Dahinter folgen Mobilität und Konsum. Die Bauweise von Gebäuden kann noch für immerhin 66 Prozent einen Beitrag leisten.  

Ein Drittel der Befragten gibt an, die Energieeffizienz des Eigenheims zu optimieren – ein nennenswerter Anteil, zumal die Eigentumsquote ja nur bei etwa 45 Prozent liegt. Somit sind auch aufwändige Maßnahmen attraktiv, wenn sie sich eben zeitnah positiv auszahlen.  

(Quelle: Target Group)

Dr. Jessica Schwamborn

Die Autorin ist Projektleiterin beim Marktforschungsinstitut Target Group.

Und wie sieht es bei jungen Erwachsenen aus? Die Generation Z ist in Sachen Nachhaltigkeit tatsächlich zurückhaltender als etwa Boomer. Die junge Generation betont zwar die Brisanz des Themas, auf der Umsetzungsebene ist sie jedoch weniger aktiv als Ältere. Rund ein Drittel verschiebt nachhaltiges Engagement sogar in die Zukunft.  

Was man allerdings auch sieht: Bei der Gen Z erkennt man eine deutlich größere emotionale Relevanz von Nachhaltigkeitsthemen. Ihr ist wichtig, dass sich die Mühen auch in einem guten Gefühl niederschlagen und gleichzeitig keine allzu großen Einschnitte bedeuten. Nachhaltigkeit funktioniert eher über die Hebel Lifestyle und Emotionalität.

Fazit: Im DIY- und Baumarkt­umfeld entscheidet weniger ein fernes Ziel, sondern die Alltagstauglichkeit. Lösungen, die Einfachheit und Nutzen verbinden, werden tatsächlich umgesetzt.

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