Nachhaltige Verpackungen können ein Kaufargument sein.
Nachhaltige Verpackungen können ein Kaufargument sein.
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Studie

Die Produkte der Zukunft

Die DIY-Branche muss Nachhaltigkeit größer, also alltäglicher verstehen, sagt Theresa Schleicher. Schließlich geht es auch hier mal wieder ums Thema Preis. 
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Warum sollte Nachhaltigkeit heute etwas sein, in das Handel und Industrie investieren, obwohl Klima- und Umweltschutz in Umfragen an Stellenwert verlieren?

Theresa Schleicher: Weil sich Handel und Industrie sonst die Produkte der Zukunft kaputt machen. Wir sehen ja heute schon steigende Rohstoffpreise in allen Bereichen. Das heißt: Wir kommen gar nicht darum herum, die Wirtschaft der Zukunft stärker in Kreisläufen, in Ressourceneffizienz und in Langlebigkeit zu denken. Je früher Unternehmen anfangen, ihre Systeme, Prozesse und Sortimente darauf umzustellen, desto besser können sie auch in Zukunft gute und bezahlbare Preise für Kundinnen und Kunden anbieten. Und wir wissen alle: Preis wird ein treibendes Thema bleiben.

Die Frage ist also nicht nur, ob Nachhaltigkeit moralisch richtig ist, sondern wie wir sie marktfähig machen. Auch hier kommen neue Produktinnovationen in den kommenden Jahren, von Alltagsproduktivitätsprodukten über Substitutionsprodukte aus alternativen Materialien bis zu noch mehr Auswahl aus recycelten und Recycling-fähigen Produkten. In meiner neuen Studie konnte ich über sechs neue Kategorien erforschen. Der Markt hat hier erst angefangen.

 

(Quelle:  BHB/Dähne Verlag, Götz)

Theresa Schleicher 

Die Zukunftsforscherin und Handelsexpertin war mehrfach ­Referentin beim BHB-Kongress. Ihre jüngste Studie „Future ­Guide: Handel“ ist unter www.thefutureproject.de ­erhältlich.

Ist das ein Thema, mit dem sich in dieser Branche Geld verdienen lässt?

Bereits heute ist vieles relevant, nur unter einem anderen Deckmantel. Langlebigkeit spielt für immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten eine große Rolle. Nachhaltige Verpackungen können ebenfalls ein Kaufargument sein, wenn sie richtig kommuniziert werden. Besonders spannend sind aber die „smarten“ Produkte. Nehmen wir allein den Smart-Home-Bereich: Hier geht es darum, energieeffizienter zu sein. Am Ende heißt das: Geld sparen. Auch das ist per se eine nachhaltige Umsetzung, teilweise anders motiviert. Auch Refur­bished und Secondhand sind Themen, die Konsumenten weiter bewegen, auch aus Preisgründen. Nachhaltigkeit müssen wir zukünftig größer beziehungsweise breiter und alltäglicher verstehen.

 

Worauf sollten sich Handel und Industrie konzentrieren?

Sie sollten mit den Begriffen und Themen arbeiten, die für Menschen wirklich relevant sind. Dazu gehören Gesundheit, Langlebigkeit, Ressourcen und Geld sparen. Nachhaltigkeit muss so übersetzt werden, dass Kundinnen und Kunden den eigenen, auch kurzfristigen…

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