Er steht wieder an: Am 30. Juni 2026 findet in der Rohrmeisterei in Schwerte der Synlog-Tag statt, das Fachevent der Logistik der DIY-, Bau- und Gartenbranche. Es widmet sich in diesem Jahr dem Einfluss von Umwelt und Technik auf die DIY-Lieferkette.
Bei Networking und Informationsaustausch erhalten Teilnehmende Markteinblicke durch zahlreiche Branchenfachleute, wie das ehemalige Mitglied des Vorstands der Hornbach AG und der CEO des Onlinehändlers Gartenhaus.com.
In einer Gesprächsrunde tauschen sich Logistiker aus Industrie, Handel und Dienstleistung über den aktuellen Status Quo von CO2-Reduktion und den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der DIY-Branche aus.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zudem mit den Synlog-Logistikpartnern Dachser, GLS und Shift X über Möglichkeiten der Technik zur Stabilisierung der DIY-Lieferkette diskutieren.
Welche Vorteile KI-gestützte Logistikdigitalisierung für Herstellerfirmen bringt, erklären Unternehmen wie Motion Miners, Baitech Data und Jokati. Sie präsentieren Fallstudien aus dem DIY-Verbandsumfeld und gehen mit den Teilnehmenden in den offenen Dialog.
„In der aktuell herausfordernden Situation der Lieferketten ist ein offener Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Fachleuten für jeden Verantwortlichen für Supply-Chain und Logistik hilfreich“, ist Synlog-Geschäftführer Markus Schering überzeugt.
Anmeldungen nehmen die Organisatoren online unter www.synlog.org/synlogtag entgegen.

Drei Fragen an Markus Schering
Welche Herausforderungen treiben aktuell die DIY-Logistikbranche am stärksten um?
Keine Frage, die Lieferkette mit all ihren derzeitigen Veränderungen – leider vielseitig ungeplant und überraschend, und vor allem belastend.
Zum einen die Herausforderungen durch gesperrte Seewege, die zu Umroutungen und damit zu Laufzeitverzögerungen auf Seiten der Beschaffungslogistik führen, was dann Zusatzkosten für Transporte und gegebenenfalls Lieferengpässe auslöst.
Zum anderen steigen Kosten für Energie und Treibstoffe dramatisch. Sie verteuern auf der Transportseite die Frachtkosten und führen somit zu erhöhten Lieferkosten.
Warum haben Sie als Themenfeld in diesem Jahr Technik und Umwelt gewählt?
Hersteller und Lieferanten, die von den negativen Veränderungen in ihren Lieferketten beeinträchtigt werden, müssen reagieren: Was sind die Hebel zur Vermeidung von Kostensteigerungen und wo liegen die Ansätze zur Kostenminimierung?
Da haben wir für den Synlog-Tag zwei wesentliche Treiber der Logistikkosten in den Themenmittelpunkt gestellt. Zum einen den Hebel der Technik: Optimierung durch technische Innovationen zur besseren Nutzung von eingeschränkt verfügbaren Kapazitäten – dabei denken wir an Fahrermangel und deren Folgen.
Der andere Hebel ist die Umwelt. Die Vermeidung von Umweltbelastungen, die aktuell die Logistik beeinträchtigen und zu negativen Kosteneffekten führen – zum Beispiel durch die Sicherstellung der Nutzung von Umweltzonen durch weniger Schadstoffbelastungen bei der Belieferung unserer Kunden in Innenstädten.
Die Lösungsansätze, um Potenziale in den Bereichen Technik und Umwelt zu heben, liegen in der Digitalisierung und im Machine Learning, der sogenannten künstlichen Intelligenz. Diese beiden Lösungsansätze werden auf dem Synlog-Tag mit vielen Anwendungsfällen aus dem Logistikalltag unserer DIY-Lieferanten offen präsentiert und diskutiert.
Weshalb ist eine Teilnahme an dieser Veranstaltung Ihrer Meinung nach wichtig?
Wie Unternehmen, Dienstleister und Händler aus dem DIY- und Garten-Bereich ihre Logistik- und Supply-Chain-Prozesse zukunftsfähig aufstellen und erfolgsorientiert handeln können, zeigt der Synlog-Tag praxisorientiert und kompetent. An welchem Ort erhalten Logistikinteressierten so gezielt Praxiswissen aus unserer DIY-Branche im direkten offenen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen sowie im fundierten Gespräch mit Experten? Viel Know-how-Transfer gepaart mit Fach-Networking – mehr Anregungen zum „gewusst wie“ geht nicht.
Dies ist die Langversion des Beitrags aus der Printausgabe diy 6/2026.












