Multi-Channel nicht so wichtig

10.01.2002

Weniger Surfer als allgemein angenommen informieren sich im Netz, bevor sie in den Laden gehen, hat das Institut für Handelsforschung herausgefunden. Und kaum einer holt sich die online bestellte Ware im Geschäft ab.

Stationäre Ladengeschäfte spielen für den E-Commerce eine geringere Rolle als bisher angenommen. Die Annahme, dass reine Online-Versender im Wettbewerb mit den Online-Shops von Multi-Channel-Anbietern die schlechteren Karten haben, widerlegt eine Studie des Instituts für Handelsforschung, Köln. Lediglich bei einem Drittel ihrer Käufe im stationären Handel informieren sich Surfer vorab im Internet, so das Ergebnis einer Umfrage unter rund 1.300 Usern. Und nur zehn Prozent der Käufe finden im Geschäft derjenigen Marke statt, auf deren Internetseiten sich der Kunde vorab informiert hat. Damit profitiert ein Mulit-Channel-Anbieter erheblich weniger von der Kombination des stationären Handels mit einem Online-Shop unter derselben Marke als bisher angenommen. Die Möglichkeit, Produkte online zu kaufen und im Ladengeschäft abzuholen, wird praktisch nicht genutzt. Dagegen deckt die Studie ein bislang unbeachtetes Phänomen auf: Informationsbeschaffung für einen Online-Kauf funktioniert auch umgekehrt. Fast einem Drittel der Online-Käufe geht eine Informationssuche im Laden voraus. Bei zehn Prozent ist sogar ein Beratungsgespräch mit einem echten Verkäufer Basis für den darauf folgenden Einkauf im Netz.
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