Greenpeace prangert Verkauf von Urwaldholz an

11.04.2002

Auch Hornbach trotz Selbstverpflichtung betroffen: „Diese Ware ist ohne unser Wissen in mehrere Märkte gelangt.“

Aktivisten von Greenpeace haben am Samstag den 6. April in Baumärkten in 45 deutschen Städten gegen den Verkauf von Holz aus russischen Urwäldern protestiert. Aktivisten kennzeichneten in Märkten von Hornbach, Hagebau und Max Bahr Fichten- und Kiefernholz mit einem Aufkleber „Finger weg – Urwaldzerstörung“. Dabei soll es in einem Markt auch zu einem Zwischenfall gekommen sein. Die Hölzer werden nach Angaben von Greenpeace als Wandvertäfelung oder Material für den Dachausbau angeboten. Hornbach erklärte dazu, dass nur einheimische Hölzer oder so genannter Einschlag, der vom Forst genehmigt wurde, verkauft werde. Aufgrund eines kurzfristigen Produktionsengpasses, hervorgerufen durch den Bau einer neuen Hobelanlage, habe der Lieferant Klenk Holz AG kurzfristig Profilhölzer bei einer Drittfirma hinzugekauft, die russischen Ursprungs waren, was den Verantwortlichen nicht bekannt war. Diese Ware sei in mehrere Hornbach-Märkte gelangt. Der Baumarktbetreiber bedauert den Vorfall und hat auf seine vor mehr als zehn Jahren gemachte Zusage hingewiesen, keine Tropenhölzer zu verkaufen. Bei Klenk Holz AG versichert man, dass es sich bei diesem Vorgang um einen absoluten Ausnahmefall gehandelt hat.
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