E-Jobs wanted

20.08.2003

Deutsche suchen in letzter Zeit auch im Internet verstärkt nach Jobs, so Nielsen/NetRatings in einer aktuellen Untersuchung

In Zeiten eines schwierigen Arbeitsmarktes, machen sich die Deutschen auch im Internet verstärkt auf Jobsuche: Knapp jeder 8. deutsche Surfer besuchte im Mai diesen Jahres eine Website eines virtuellen Jobvermittlers. Doch nicht alle Nutzer von Jobangeboten im Web haben die gleichen Präferenzen und Ziele. Dies zeigen die Online-Nutzungsdaten von Nielsen/NetRatings, einem Anbieter im Bereich der Internetforschung und -analyse.
Bei der Betrachtung eines Jahres (Mai 2002 bis Mai 2003) wird deutlich, dass die Angebote im Bereich Karriereentwicklung ein überdurchschnittliches Wachstum aufweisen: Während die Gesamtheit der aktiven Online-Nutzer in diesen zwölf Monaten um 22 Prozent anstieg, zählten die Webangebote rund um das Thema Arbeit und Karriere im gleichen Zeitraum ein Besucherplus von fast 50 Prozent. Der deutsche Markt der Jobbörsen setzt sich aus staatlichen und privaten Angeboten zusammen. Wie auch schon die Monate zuvor, konnte das Online-Angebot der Bundesanstalt für Arbeit arbeitsamt.de im vergangenen Monat mit 2,1 Mio. Besuchern die meisten Nutzer verbuchen. Aber auch die Angebote der Top 5 kommerziellen Jobportale wurden im Juli von knapp 1,8 Mio. Arbeitssuchenden genutzt.
Allerdings wird bei der Analyse der Soziodemografie der Nutzer von Jobsites deutlich, dass nicht alle Surfer alle Angebote nutzen. Zwar unterscheiden sich die privaten Jobbörsen und das staatliche Angebot hinsichtlich der Altersstruktur ihrer Besucher kaum. Dafür zeigen sich deutliche Unterschiede beim Geschlecht: Während Dreiviertel der Besucher der privaten Jobbörsen männlich sind, beträgt der Männeranteil unter den Nutzern des Online-Angebotes des Arbeitsamtes im Juli nur knapp 60 Prozent. Noch deutlicher wird die unterschiedliche Nutzerstruktur der Angebote beim Vergleich der Berufe ihrer Besucher. Die kommerziellen Jobvermittler werden tendenziell mehr von Fach- und Führungskräften besucht: Die größte Besuchergruppe bilden die kaufmännischen Angestellten (19,3 Prozent), gefolgt von Personen, die im Verkauf arbeiten (15,9 Prozent), leitende Angestellte/Manager (10,7 Prozent) und Jobsuchenden aus dem Segment der technischen Berufe (9,4 Prozent). Insgesamt sind fast alle (96 Prozent) Besucher der privaten Angebote wechselwillige Arbeitnehmer, die sich nach einem neuen Job umsehen. Anders sieht es beim Arbeitsamt (arbeitsamt.de) aus. Knapp zwölf Prozent der Besucher sind arbeitslos. Damit zählen diese zu einer der größten Besuchergruppen. Am meisten wird die staatliche Stellenbörse zwar auch von kaufmännischen Angestellten besucht (16,8 Prozent), auf den Plätzen zwei bis vier folgen aber Arbeitslose (11,6 Prozent), Beschäftigte im Dienstleistungssektor (10,5 Prozent) und Studenten (10,3) Prozent.
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