Rauchmelderalarm in den Medien

08.12.2004

Hellweg und Aldi-Süd informierten auf ihren Websites, Praktiker wartet auf weitere Prüfergebnisse

Die gefälschten Rauchmelder beschäftigen inzwischen auch überregional erscheinende Medien. So meldet das Handelsblatt, dass nach Recherchen des Herstellers der funktionstüchtigen Geräte, der Hongkonger Eyston Company, gefälschte Produkte über einen weiteren Importeur nach Deutschland gelangt seien. Gegen einen Importeur aus Mönchengladbach ermittelt derzeit die Gießener Staatsanwaltschaft. Außerdem seien nur 80.000 der 369.000 Geräte aus einer Sonderaktion mit Aldi Süd inzwischen zurückgebracht worden. Auch die Frankfurter Rundschau beschäftigte sich in ihrer gestrigen Ausgabe mit dem Thema. Zudem berichtete unter anderem die Kölner Rundschau, der WDR und der Kölner Stadtanzeiger darüber.
Auch Praktiker geriet dadurch wieder in die Schlagzeilen. Dort, so der Praktiker-Sprecher Markus Frey, wartet man indes auf Prüfergebnisse des VdS und des Nemko-Instituts aus Pfinztal bei Karlsruhe. „Wir haben keine Geschäftsbeziehungen zu dem beschuldigten Importeur und sehen deshalb bisher auch keinen Anlass für eine Rückrufaktion,“ so Frey.
Aus Anbieterkreisen wird indes Kritik laut an der Rolle des VdS. Von dem Prüfinstitut wird eine stärkere Aufklärungsarbeit gefordert, insbesondere auch deshalb, weil inzwischen in den Medien Abbildungen aufgetaucht seien, die dem Plagiat nicht ähnlich sind und damit auch seriöse Anbieter geschädigt würden. Eine Abbildung des nicht funktionierenden Rauchmelders findet sich auf der Homepage von Aldi-Süd.
Offensiv geht man bei Hellweg mit dem Thema um. Die Dortmunder Baumarktkette informiert auf der Homepage die Kunden darüber, dass „auf die Rauchmelder von Hellweg Verlass“ sei.
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