Giftiges Zeug

Stiftung Warentest warnt erneut vor Billigwerkzeugen der Discounter

Die Stiftung Warentest warnt erneut vor Discounter-Billig-Werkzeug, in dem krebserregende Stoffe gefunden worden seien. In einer Handsäge, einem Bits- und Bohrer-Set - beide von Lidl - sowie einer Universalsäge und einem Tacker von Plus fanden die Tester polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und den Weichmacher Di(2-ethylhexyl)phtat (DEHP). Da die PAKs und Weichmacher von den Griffen auf die Hände übergehen können, rät die Stiftung: Handschuhe anziehen oder zurückbringen. Seit einigen Wochen gab es, meldet die Stiftung, immer wieder Hinweise von Lesern der Zeitschrift „test“ über Billig-Werkzeuge, die übel riechen. Daraufhin wurden mehrere Werkzeuge untersucht. In einem Hammerset und einem Winkelschleifer von Aldi fanden die Tester PAKs in Konzentrationen von bis zu 2.000 Milligramm pro Kilogramm Kunststoff. Bei Maurerkellen von Plus stießen sie auf Weichmacher, die ähnlich wie PAK das Erbgut verändern, als krebserzeugend  und fruchtschädigend gelten. Nun hat die Stiftung wieder Discounterprodukte ausgesucht, die Kunststoffgriffe haben oder Teile, in denen krebserregende Stoffe stecken können. Bei allen vier Produkten wurde sie fündig. Die Stiftung vermutet, dass die PAK enthaltend Weichmacheröle verwendet, um den Kunststoff für die Griffe möglichst preiswert zu fertigen. Aldi Nord habe bereits einen Winkelschleifer und ein Hammerset aus dem Verkauf genommen, seit die Stiftung Warentest über die gefährlichen Substanzen berichtet habe.
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