Späte Aufholjagd

Der Baustoff-Fachhandel holte im 2. Halbjahr 2005 auf; der Gesamtjahresumsatz ging dennoch um 2,50 Prozent zurück

Der Gesamtumsatz der 1.026 Mitgliedsfirmen im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V. (BDB), München, ist 2005 auf 12,05 Mrd. € gesunken. Im Vorjahr hatte er noch 12,36 Mrd. € betragen. Dies ergab die Blitzumfrage des Verbandes zum Jahresbeginn. Die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr war deutlich positiver als im ersten Halbjahr. Mitte 2005 wurde noch ein Minus von 6,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeldet, Ende 2005 lediglich ein Minus von 2,50 Prozent. Hauptursache für den Umsatzrückgang sei, so der Verband, der lange Winter im ersten Quartal 2005 und die tiefe Verunsicherung der Verbraucher über die weitere politische und wirtschaftliche Entwicklung gewesen.
Wie im Vorjahr liefen 2005 die Geschäfte für den Baustoff-Fachhandel im Osten deutlich schlechter (-6,09 Prozent) als im Westen (-1,84 Prozent). Den größten Umsatzeinbruch hatten Berlin (-10,25 Prozent) und Sachsen-Anhalt (-8,46 Prozent) zu verkraften. Positive Signale kommen vor allem aus Hessen (+3,91 Prozent), aus Hamburg (+2,61 Prozent) und aus Baden-Württemberg (+1,16 Prozent).
Die Umsatzerwartungen fallen für das erste Halbjahr 2006 im Vergleich zu den gedämpften Erwartungen zur Jahresmitte 2005 positiver aus. 38,7 Prozent der Befragten erwarten steigende Umsätze, Mitte 2005 waren dies lediglich 21,8 Prozent. Mit Umsatzeinbußen in 2006 rechnet nur ein Drittel der Mitgliedsfirmen, zur Jahresmitte 2005 war es noch über die Hälfte.
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