Ein harter Winter

10.05.2006

Die DIY-Branche hat in den ersten drei Monaten des Jahres ein Umsatzminus von 2,7 Prozent zu verbuchen. Schuld ist vor allem der verspätete Frühling

Die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte sind mit Einbußen ins Jahr 2006 gestartet. Im ersten Quartal hat die Branche 3,75 Mrd. € und damit 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum umgesetzt. Flächenbereinigt fällt sie um 5,1 Prozent hinter die Zahlen aus den ersten drei Monaten 2005 zurück, wie der BHB mitteilt. Besonders groß ist aufgrund des verspäteten Frühlingsbeginns das Minus in den Gartenabteilungen ausgefallen. Allein im März war hier ein Minus von 17 Prozent zu verzeichnen. Obwohl das Geschäft inzwischen blühe, werde es schwer fallen, die Verluste der ersten Monate im weiteren Jahresverlauf noch auszugleichen, lautet die Einschätzung des Verbandes.
Umsatzgewinner waren im ersten Quartal vor allem die Zusatzsortimente Haushaltswaren, Heimtierbedarf sowie Autozubehör und Fahrräder mit einem Plus von 5,3 Prozent. Von den klassischen DIY-Sortimenten haben lediglich die Warengruppen Baustoffe/Bauchemie, Sanitär, Werkzeuge und Maschinen sowie Elektro ein „nennenswertes Plus“ erreicht, wie es heißt. Heizungsgeräte und Zubehör haben um mehr als 40 Prozent zugelegt; für den Bereich Sanitär insgesamt hat das zu einer Steigerungsquote von unbereinigt 3,1 Prozent geführt.
BHB-Geschäftsführer John W. Herbert spricht von einem „zweifellos enttäuschenden Start“. Doch die Branche setze „auf den ungebrochenen Trend nach einem individuellen Zuhause“. Auch weiterhin sei „vorsichtiger Optimismus“ angebracht.
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