Neues zur Max Bahr-Übernahme von Praktiker

17.08.2006
Praktiker hält 24 Prozent an der neu gegründeten Immobiliengesellschaft; Zukunft von Diyco und BHB-Mitgliedschaft Max Bahrs ungewiss

Auf der gestrigen Telefon-Pressekonferenz hat Praktiker-Chef Wolfgang Werner die operative Übernahme des Wettbewerbers Max Bahr als logisch bezeichnet: „Mit dieser Akquisition kommt zusammen, was zusammen gehört“, so Werner. Man habe jetzt zum Marktführer Obi, der bis zuletzt um die Übernahme von Max Bahr mitverhandelt hatte, aufgeschlossen. Während die Markenrechte von Max Bahr an Praktiker gehen, gehen die Immobilien an eine eigens gegründete Immobiliengesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, die von der japanischen Investmentgesellschaft Nomura International und zu 24 Prozent von Praktiker gehalten wird.
Wie gemeldet, soll Max Bahr als Premium-Marke von Praktiker weiter betrieben werden. Werner verwies gestern auf das Beispiel der Elektrofachmärkte Media Markt und Saturn, die auch beide ohne Probleme unter dem Dach der Metro laufen würden. Werner rechnet damit, dass jeweils zwischen fünf und zehn Standorte von Praktiker und Max Bahr die Vertriebslinien wechseln werden. Auch einige Standortschließungen sowohl auf Praktiker- wie auch auf Max Bahr-Seite schloss er nicht aus.
Der Praktiker-Chef rechnet außerdem damit, dass in Hamburg nicht alle Führungskräfte den eingeschlagenen Weg mitgehen werden. Ungeklärt ist u. a. auch die Zukunft der Kooperation Diyco von Max Bahr und Hellweg sowie der Mitgliedschaft von Max Bahr im BHB. Praktiker hatte den Bundesverband zu Beginn des vergangenen Jahres verlassen.
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