Handel zahlt drauf

25.04.2007
HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel betont, dass die geplanten Änderungen bei der Gewerbesteuer im Rahmen der Unternehmensteuerreform die Einzelhandelsunternehmen erheblich und überproportional zu belasten drohen

Heute findet im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages die Anhörung zur Unternehmensteuerreform statt. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) ist als Sachverständiger geladen. Zu der geplanten Reform erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel: Die geplanten Änderungen bei der Gewerbesteuer im Rahmen der Unternehmensteuerreform drohen die Einzelhandelsunternehmen erheblich und überproportional zu belasten.
Der Handel ist besonders betroffen von der geplanten Besteuerung von Finanzierungskosten aus Mieten, Pachten und Leasing. Daneben sollen auch Skonti, Boni und Rabatten hinzugerechnet werden. Im Ergebnis führt dies zu einer Vervielfachung der Gewerbesteuerlast, die sich nur unwesentlich durch die verbesserte Anrechnung der Gewerbesteuer bei Personenunternehmen verringert. Der Einzelhandel lebt von ausgewählten Standorten und hat in der Regel seine Geschäftsräume angemietet, vor allem in den teuren Innenstadtlagen. Miet-, Pacht- und Leasingkosten sind nach den Personalkosten der zweitgrößte Aufwandsposten im Einzelhandel. Diese Vervielfachung der Gewerbesteuerlast ist für den Handel eine existenzielle Bedrohung. Geschäftsaufgaben und das Ausbluten der Citys wären die unausweichliche Folge.
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