Sagaflor stagniert 2013

Seit Juli positiver Trend

Neue Konzepte für das Sortiment Zimmerpflanze waren eines der Themen der Sagaflor auf der Garten- und Zooevent.Bildunterschrift anzeigen
Neue Konzepte für das Sortiment Zimmerpflanze waren eines der Themen der Sagaflor auf der Garten- und Zooevent.

Nach vielen Jahren mit überdurchschnittlichem Wachstum in der Zentralregulierung wird das Geschäftsjahr 2013 für die Fachhandelskooperation Sagaflor hier bestenfalls Stagnation bringen. Die Ursachen sind dieselben wie bei anderen Unternehmen in der Branche: Noch nie litten in der so wichtigen Frühjahrssaison im Garten gleich alle drei umsatzentscheidenden Monate März, April und Mai unter extremen Witterungsbedingungen."In meinen 25 Jahren Sagaflor gab es immer mindestens einen Monat in den 'magischen Drei', der Gartenwetter brachte", so Vorstand Franz-Josef Isensee. Langer Frost, höchste Niederschläge und dann noch Hagel - das Wetter war dem Gartengeschäft in diesem Jahr nicht wohlgesonnen. Und was im Abverkauf den Gartencentern auf der Fläche fehlte, wurde auch nicht über die Kooperation nachgekauft. Für  Gartenhandel und insbesondere die Pflanzenspezialisten war 2013 "ein besonderes Jahr", wie Isensee sagt.Während im Hartwarensortiment die Boutique teilweise noch fehlende Pflanzenschutz-, Dünger-, und Erdenumsätze kompensierte, lagen die Pflanzenumsätze zweistellig hinter dem Vorjahr zurück. Allerdings wurde in 2012 die Messlatte sehr hoch gelegt, da die Pflanzenumsätze sehr gut waren, heißt es bei der Sagaflor. Und eine ausgefallene Pflanzzeit lasse sich  bekanntlich nicht nachholen, auch wenn seit Juli ein sehr positiver Trend auf der Fläche zu verzeichnen sei.Stabil entwickelt sich im Jahr 2013 der Heimtierbereich mit weiteren Zuwächsen in den Warengruppen Futter Hund und Katze und Konzentration der Beschaffungslogistik in der BSR. Das Aquaristik- und Zubehörsortiment verlagert sich dagegen immer stärker in den Online-Bereich. Die Sagaflor hat mit der Eröffnung des Zoo & Co.-Online-Shops einen wichtigen und zukunftsweisenden Schritt zur Stärkung der Marke Zoo & Co. getan."Der Online-Shop ist ein Marketing-Instrument", erläutert Isensee den strategischen Ansatz, den die Kooperation hier verfolgt. Es gehe darum, auch mit diesem Instrument die Marke des stationären Handels zu stärken. Eine einfach Firmenseite genügt da nicht: "Wenn der Kunde online geht, will er auch kaufen."Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat das Eigengeschäft der Sagaflor mit den Systemen, Eigenmarken und Importen weiter zugelegt. "Wir gehen trotz Umsatzrückgang in der Zentralregulierung und Beendigung der Zusammenarbeit mit einer großen Gartencentergruppe von einem leichten Wachstum in der Ergebnisrechnung aus", so Vorstand Peter Pohl.Für das Herbst-und Weihnachtsgeschäft 2013 ist die Sagaflor sehr zuversichtlich und schiebt mit vielen neuen und teilweise zusätzlichen Marketingaktivitäten das Geschäft an, wozu im Heimtierbereich erstmalig die Multichannel-Angebote aus Zoo & Co.-Online-Shop und stationärem Geschäft sorgen sollen.Auch mit Blick auf 2014 ist die Baunataler Kooperation sehr zuversichtlich. "Für den Gartenbereich gehen wir nicht von einer strukturellen Krise aus, sondern setzen auf einen großen Nachholbedarf in deutschen Gärten und auf Balkonen. Das Geschäft wird sicher noch wettbewerbsintensiver, aber unsere Partner sind mit Ihrer Erlebnis-und Qualitätspositionierung und einer guten Preis-Leistungspolitik gut aufgestellt und haben ein klares Profil. Und auch die Industrie wird sicher wieder den Fachhandel als verlässlichen Partner nach der Praktiker-Pleite stärker in den Fokus nehmen, " sagt Franz-Josef Isensee."Für den Heimtierbereich richten wir den Einkauf noch stärker auf Handelsmarken und Innovationen aus. Mit dem harten Wettbewerb kommen wir gut klar. Das wichtigste sind jedoch verläßliche Rahmenbedingungen und keine Einschränkung des verantwortungsvollen Tierverkaufs und der Präsentationsanlagen im Handel durch die Politik. Hier werden wir eng mit dem ZZF und dem BNA für unsere Partner tätig werden, " so Isensee weiter.Die Sagaflor sieht für 2014 viel Potenzial und hat viele Aktivitäten auf der Garten-und Zooevent vorgestellt: Bessere Prozesse durch Warenwirtschaft, kaufmännischer Netzbetreiber, Edifact -Vernetzung, einfachere und schneller Bestellprozesse für die Partner und natürlich Vertriebs- und Warenprojekte, um auf der Fläche Umsatz-und Rohertrag zu verbessern.Dese Zuversicht spiegelt sich auch im Investitionsverhalten wieder. Für neue Standorte im Heimtierbereich stehen in der Wachstums-und Beteiligungsgesellschaft Mittel bereit, und die Sagaflor AG startet mit dem Bau eines neuen Büro-und Ausstellungskomplexes. Ende 2014 ist der Umzug nach Kassel an einen modernen Dienstleistungsstandort geplant.Im Jahr 2015 feiert die Kooperation dann ihr 50. Jubiläum - wenn alles klappt, so heißt es in der Führungsspitze, in einer neuen Zentrale mit Aktionären, Partnern aus Handel und Industrie und vielen Freunden.
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