HDE

Der Handel begrüßt die digitale Agenda

Die digitale Agenda, die die Bundesregierung gestern, 20. August, vorgelegt hat, ist nach Auffassung des Handelsverbands Deutschland (HDE) ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Der Handel werde mit allen Beteiligten eng zusammenarbeiten, um die Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft anzugehen.Der 36-seitige Bericht für die Jahre 2014 bis 2017 benennt unter anderem Vorhaben zur Verbesserung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes sowie zur Förderung der IT-Wirtschaft. Geplant ist auch, kritische Infrastrukturen wie Energie- oder Telekommunikationsnetze besser vor Cyberangriffen zu schützen.
HDE-Präsident Josef Sanktjohanser begrüßte die Agenda: "Die Digitalisierung erfordert neue politische Rahmenbedingungen für den Einzelhandel. Als einer der größten Wirtschaftszweige muss er integraler Teil der digitalen Agenda sein." Wichtig sei eine Modernisierung des Datenschutzes, welche die Interessen von Verbrauchern und Unternehmen gleichermaßen berücksichtigt. Um die Unternehmen mit ihrer Schlüsselrolle für Wirtschaft und Gesellschaft zukunftssicher zu machen, fordert Sanktjohanser einen noch engeren Dialog aller Beteiligten. "Wir wollen mit den Städten und Kommunen, den Unternehmen und der Politik auf allen Ebenen noch stärker an einem Strang ziehen."
Zahlreiche IT-Experten und die Opposition kritisieren die Agenda als substanzlos und halbherzig. Das Papier enthalte weder konkrete Umsetzungsmaßnahmen noch Finanzierungsvorstellungen. Zwar gehe der Gesetzesentwurf in die richtige Richtung, aber nicht weit genug, so etwa der Geschäftsführer des Syss GmbH und Hacker Sebastian Schreiber in einem Interview der Tagesschau.
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