GfK-Konsumklimastudie

Stimmung der Verbraucher trotz Brexit und Trump weiterhin gut

Der steigende Konjunkturoptimismus setzt sich nach Ergebnissen der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland auch im neuen Jahr fort.Bildunterschrift anzeigen
Der steigende Konjunkturoptimismus setzt sich nach Ergebnissen der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland auch im neuen Jahr fort.

Der steigende Konjunkturoptimismus, der seit Herbst letzten Jahres zu verzeichnen ist, setzt sich nach Ergebnissen der GfK-Konsumklimastudie für Deutschland auch im neuen Jahr fort. Nach einem Plus von 5,2 Zählern klettert der Konjunkturindikator auf 21,6 Punkte. Dies ist bereits der vierte Anstieg in Folge und zugleich der höchste Stand seit Juni 2015. Damals wurden 24,9 Punkte gemessen. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht derzeit ein Zuwachs von mehr als 17 Zählern zu Buche. Die Konsumenten sehen die deutsche Wirtschaft auch weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die kürzlich veröffentlichten ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Demnach ist das preisbereinigte BIP 2016 um 1,9 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Zuwachs seit 2011, als 3,7 Prozent gemessen wurden.
Damit trotzen die Konsumenten nach wie vor dem Gegenwind, den die Verunsicherung über den künftigen Kurs des neuen US-Präsidenten und den Brexit ausgelöst hat. Zudem hat offenbar der Terroranschlag vor Weihnachten in Berlin den Konjunkturoptimismus nicht nachhaltig beeinträchtigt. Die Konsumenten beurteilen die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt mit steigender Beschäftigung und damit einhergehend auch guter Einkommensentwicklung als deutlich wichtiger.
Einkommenserwartung festigt Aufwärtstrend
Nach den deutlichen Zuwächsen zum Jahresende 2016 legt die Einkommenserwartung zu Jahresbeginn mit einem moderaten Zuwachs nach. Der Indikator gewinnt 2,7 Punkte hinzu und weist nun 58,3 Zähler auf. Damit kann der leichte Aufwärtstrend gefestigt werden. Im Vorjahresvergleich liegt die Einkommensstimmung um gut 11 Zähler höher. Die Gründe für den ausgeprägten Einkommensoptimismus liegen auf der Hand. Aufgrund der ausgezeichneten Beschäftigungsentwicklung besteht ein beträchtlicher Spielraum für Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmern. Und da sich der Beschäftigungsaufbau auch in diesem Jahr fortsetzen wird, können die Arbeitnehmer davon ausgehen, dass auch sie davon profitieren werden. Entsprechend hoch sind demnach auch ihre Erwartungen. Aufgrund der zuletzt gestiegenen Inflation in Deutschland droht jedoch verstärkt Gegenwind für die realen Einkommen. So ist - durch höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise - im Dezember 2016 die Inflation auf 1,7 Prozent hochgeschnellt.
Anschaffungsneigung legt spürbar zu
Nachdem die Anschaffungsneigung im Dezember vergangenen Jahres moderate Einbußen hat hinnehmen müssen, verzeichnet sie zu Beginn dieses Jahres spürbare Zuwächse. Der Indikator gewinnt 9,6 Zähler hinzu und klettert auf 57,6 Punkte. Er verbessert damit sein ohnehin schon sehr hohes Niveau.
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