Russland, Brexit und anderes

Verschiebungen auf dem internationalen Markt für Blumen und Pflanzen

Die niederländischen Zierpflanzen-Großhändler registrieren aufmerksam, dass sich die Struktur des internationalen Marktes ändert.Bildunterschrift anzeigen
Die niederländischen Zierpflanzen-Großhändler registrieren aufmerksam, dass sich die Struktur des internationalen Marktes ändert.
13.12.2017

Auf dem internationalen Markt für Blumen und Pflanzen zeichnen sich Verschiebungen ab. Das geht aus einer Markteinschätzung hervor, die die Messe Essen im Vorfeld der IPM veröffentlicht hat.
Gradmesser dieser Entwicklungen sind die Niederlande, mit einem Anteil von 80 Prozent die Nummer eins beim Handel mit Blumen und Pflanzen innerhalb der EU. Direkt nach dem Brexit-Votum spürten die Niederländer Rückgänge der Verkaufsmengen nach Großbritannien um rund fünf Prozent. Im Herbst 2017 lagen die Rückgänge der Verkaufsmengen jeden Monat immer noch bei ungefähr minus sechs bis zehn Prozent, was vor allem durch das schwache Pfund begründet wird.
Auch der Exportanteil der Niederlande nach Russland nahm ab und halbierte sich innerhalb der letzten drei Jahre. In kürzester Zeit (bis Ende 2016) verschwand Russland vom vierten Platz der Top-10-Liste der Exportländer der Niederlande. Aktuell ist Russland jedoch wieder unter den Top-10-Zielländern. Die Ausfuhren nach Russland haben bis zum Sommer 2017 insgesamt um rund 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen.
Gleichzeitig stellt die VGB, die Vereinigung der Großhändler von Zierpflanzenprodukten in Aalsmeer, ein starkes Plus der Exporte außerhalb der Top-10-Länder fest. Bis Ende Mai 2017 waren das rund 500 Mio. Euro und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Exporte in die Top-10-Länder sind dagegen nur um drei Prozent gestiegen. Sie machen allerdings immer noch fast 80 Prozent des Exportwertes aus.
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