Egger-Gruppe

Umsatzsteigerung bei steigenden Rohstoffkosten

Egger-Werk am Stammsitz in St. Johann in Tirol, Österreich.Bildunterschrift anzeigen
Egger-Werk am Stammsitz in St. Johann in Tirol, Österreich.
22.12.2017

Mit einem konsolidierten Umsatz von 1,32 Mrd. Euro hat die Egger-Gruppe das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2017/2018 mit einem Plus von 11,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen. Wie das Unternehmen mit Stammsitz in St. Johann in Tirol mitteilt, konnte gleichzeitig das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 222,5 Mio. Euro (+17,4 Prozent) gesteigert werden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 16,8 Prozent (Vorjahr: 15,9 Prozent). Für das gesamte Geschäftsjahr 2017/2018 rechnet die Gruppe mit ihren rund 9.000 Mitarbeitern mit einer positiven Entwicklung.
Hintergrund der guten Entwicklung ist der Boom am Immobilienmarkt. So konnte die Gruppe nach eigener Aussage in allen relevanten geographischen Märkten sowie in sämtlichen Produktbereichen im Umsatz wachsen. Die größten Umsatzzuwächse (+11,0 Prozent) wurden im Bereich Egger Decorative Products, der Produkte für den Möbel- und Innenausbau vertreibt, erwirtschaftet. Die gute Entwicklung des mit 76 Prozent aller Umsätze größten Bereiches betrifft besonders Zentral- und Osteuropa. Besonders positiv wirkte sich im Bereich Decorative Products die weltweite Einführung der Kollektion Dekorativ 2017-2019 im Handel aus, so Egger. Leichte wechselkursbedingte Verluste mussten lediglich in Großbritannien hingenommen werden. Stark wachsen konnte der Bereich Übersee, insbesondere in Asien und Nordamerika. Die Umsätze des zum 1. Oktober 2017 integrierten neuen Standorts Concordia, Argentinien, sind hier ebenfalls berücksichtigt.
Dem Bereich Egger Flooring Products (Laminat-, Comfort- und Designböden) gelang in Europa eine Umsatzsteigerung um +6,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wobei der gesamthafte Zuwachs im Umsatz vor allem durch die schrittweise Vermarktung der neuen Fußbodenkapazitäten im rumänischen Werk Gagarin bewirkt worden sein soll. Gleichzeit war die EBITDA-Entwicklung aufgrund einer noch nicht vollständigen Auslastung sowie gesteigerter Kosten bei Holz und Chemie rückläufig.
Auch der Bereich Egger Building Products erwirtschaftete ein Umsatzplus von 9,2 Prozent in einem durch steigende Rohstoffkosten und Verfügbarkeitsengpässe geprägten Markt. Die Absätze sowohl von OSB-Produkten als auch von Schnittholz konnten gesteigert werden. Die größten Zuwächse im OSB-Bereich wurden in Osteuropa verzeichnet. Der Bereich Schnittholz hingegen steigerte den Absatz in Deutschland sowie in einigen Überseemärkten. Das EBITDA liegt auch in diesem Bereich unter dem Vorjahresniveau, was wiederum den erhöhten Rohstoffkosten im Holz- und Chemiebereich geschuldet ist.
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy - Das Fachmagazin für die Do-it-yourself-Branche
Lesen Sie auch