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Verbraucher haben weniger Lust aufs Geld-Ausgeben

Die Lust, sich etwas zu gönnen, lasse nach, schreibt die Creditplus-Bank zur Erhebung ihres neuesten Verbraucherindex. [Bild: Pixabay]Bildunterschrift anzeigen
Die Lust, sich etwas zu gönnen, lasse nach, schreibt die Creditplus-Bank zur Erhebung ihres neuesten Verbraucherindex. [Bild: Pixabay]

Die abflauende Konjunktur verdirbt den Deutschen die Laune. So interpretiert die Creditplus-Bank die jüngsten Zahlen aus der Erhebung zu ihrem Verbraucherindex, der zum Herbst 2019 auf den tiefsten Wert seit mehr als zwei Jahren gesunken ist. "Der deutsche Konjunkturmotor stockt aktuell, auch wenn sich einige Indikatoren wieder etwas aufgehellt haben. Die Verbraucher haben sich auf schwierigere Zeiten eingestellt und halten ihre Ersparnisse zusammen", sagt Belgin Rudack, Vorstandsvorsitzende der Creditplus Bank. Insgesamt erwarten 74 Prozent der Befragten für die nächsten Monate einen höheren Lebensstandard und ein verbessertes Haushaltseinkommen. Das entspricht einem Rückgang um vier Prozentpunkte im Vergleich zum Frühjahreswert.
Die Lust, sich etwas zu gönnen, lasse nach, heißt es in einer Analyse der Umfrage. Nur noch 63 Prozent der Befragten haben grundsätzlich Lust zum Geldausgeben, fünf Prozentpunkte weniger als im Frühjahr. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebungen im Frühjahr 2015.
Dagegen befinden sich die finanziellen Rücklagen der Deutschen nach wie vor auf hohem Niveau. 70 Prozent der Befragten können problemlos mindestens 625 Euro für unerwartete Ausgaben aufbringen. 39 Prozent verfügen über eine eiserne Reserve von mehr als 2.500 Euro.
Auf Talfahrt ist auch der Creditplus-Branchenindex, der die Investitionsbereitschaft für größere Anschaffungen misst. Sie sinkt auf den tiefsten Stand seit Herbst 2016. Die konkreten Pläne hinter dem abstrakten Wert: 55 Prozent der Befragten haben vor, mindestens eine größere Anschaffung zu tätigen. Im Frühjahr waren es 61 Prozent. Vor allem planen weniger Verbraucher, mehrere Produkte zu kaufen: Hatten im Frühjahr noch 34 Prozent der Befragten mindestens zwei Anschaffungen ins Auge gefasst, sind es aktuell nur noch 27 Prozent. Der Kauf von Möbeln steht nach wie vor an erster Stelle. Deutlich zurückhaltender als im Frühjahr sind die Befragten vor allem bei teuren Reisen.
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