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20 Prozent mehr Online-Umsatz mit DIY und Blumen im zweiten Quartal

"Viele stationäre Händler haben in der Krise erstmals konsequent mit dem Online-Handel begonnen", sagt BEVH-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.Bildunterschrift anzeigen
"Viele stationäre Händler haben in der Krise erstmals konsequent mit dem Online-Handel begonnen", sagt BEVH-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.
07.07.2020

Der Online-Umsatz mit der Warengruppe DIY und Blumen lag im zweiten Quartal um 19,7 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahreszeitraum. Er betrug 862 Mio. Euro. Die Umsätze im Bereich Hobby und Freizeitartikel sind um 20,9 Prozent auf 901 Mio. Euro gewachsen. Das gesamte Warengruppen-Cluster Freizeit (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel), wie es vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) erfasst wird, ist im zweiten Quartal 2020 auf 2,588 Mrd. Euro (inklusive Umsatzsteuer) und damit um 17,1 Prozent gestiegen.Insgesamt ist der E-Commerce nach einem Einbruch im ersten Quartal im zweiten Quartal überdurchschnittlich gewachsen. Er ist damit im gesamten ersten Halbjahr 2020 wieder zu gewohntem Wachstum zurückgekehrt, fasst der BEVH die Entwicklung zusammen. Die aktuellen Zahlen seiner Verbraucherstudie haben für das zweite Quartal 2020 ein E-Commerce-Wachstum von 16,5 Prozent ergeben, nach einer Corona-bedingten Stagnation von 1,5 Prozent im ersten Quartal 2020. Mit einem Plus von 51,2 Prozent im zweiten Quartal und 35,7 Prozent im ersten Halbjahr 2020 sind die Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Tierbedarf, Medikamente oder Drogerie am stärksten gewachsen.Im Zeitraum April bis Juni 2020 gaben die Verbraucher im Online-Handel 20,222 Mrd. Euro aus. Im gesamten ersten Halbjahr summierten sich die Erlöse auf 36,705 Mrd. Euro, 9,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads oder Hotelbuchungen verzeichnen im zweiten Quartal 2020 einen Umsatz von nur noch 1,364 Mrd. Euro und damit einen Einbruch um 71,6 Prozent. Hier zeigen sich die Auswirkungen des Lockdowns auf Reisen und kulturelle Events auch im E-Commerce in voller Härte.
Von den höheren Umsätzen im Internet haben insbesondere die Internet Pure Player mit einem Wachstum von 13,3 Prozent im ersten Halbjahr und 20,8 Prozent allein im zweiten Quartal profitiert. Die Umsätze auf Online-Marktplätzen wuchsen im gleichen Zeitraum um 19,1 Prozent (Quartal) beziehungsweise 12,1 Prozent (Halbjahr). Die Onlineumsätze der stationären Händler konnten demgegenüber im zweiten Quartal mit 4,7 Prozent nur unterdurchschnittlich am Wachstum partizipieren; auf das Halbjahr bezogen verloren sie sogar 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Auch wenn diese Zahlen ernüchtern, haben viele stationäre Händler in der Krise erstmals konsequent mit dem Onlinehandel begonnen. Dadurch wachsen die Chancen, dass Multichannel-Anbieter künftig wieder Boden gut machen", so BEVH-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.
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