Grillhersteller

Landmann stellt Insolvenzantrag und sucht Investoren

Gerade erst hat Landmann seine Pantera-Serie um einen Elektrogrill erweitert.Bildunterschrift anzeigen
Gerade erst hat Landmann seine Pantera-Serie um einen Elektrogrill erweitert.
04.11.2020

Landmann hat einen Insolvenzantrag für die deutsche Hauptgesellschaft der Unternehmensgruppe gestellt. Das teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit, in der es betont, der zweitgrößte deutsche Grillhersteller zu sein. Die Landmann-Gruppe mit Hauptsitz in Osterholz-Scharmbeck beschäftigt aktuell rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 100 in Deutschland. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 60 Mio. Euro. Die internationalen Tochtergesellschaften sind nicht vom Insolvenzantrag für die Landmann GmbH & Co. Handels-KG betroffen.

Landmann befindet sich den Angaben zufolge seit längerer Zeit in einem tiefgreifenden Restrukturierungsprozess und ist auf der Suche nach Investoren. Insolvenzverwalter Malte Köster von der Kanzlei Willmerköster will nun „den erfolgreich gestarteten Verkaufsprozess vorantreiben. Landmann verfügt als zweitgrößter deutscher Grillhersteller über eine starke Marktposition und auch international über einen hohen Grad an Bekanntheit. Dies bietet Chancen, wie auch das hohe Interesse am Investorenprozess belegt“, wird Köster in der Pressemitteilung zitiert.

Landmann verfügt als zweitgrößter deutscher Grillhersteller über eine starke Marktposition
Insolvenzverwalter Malte Köster

Ziel der Neuausrichtung ist, so das Unternehmen, stabile Zukunftsperspektiven als international aufgestellter Spezialist für den gehobenen Grill- und BBQ-Bereich aufzubauen. In einer ersten Stellungnahme erklärte der Insolvenzverwalter, dass der Geschäftsbetrieb bei Landmann bis auf Weiteres fortgeführt werden könne. Zudem seien die Löhne und Gehälter der rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den deutschen Gesellschaften bis Ende Januar 2021 abgesichert.

Bereits im September 2020 hatte das Unternehmen die interne Lagerlogistik an einen Logistikpartner ausgelagert und eine Transfergesellschaft für die Mitarbeiter der Logistik eingerichtet.

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