LBS-Studie Teil 3

Wohneigentum in Deutschland: Eine Frage der Region

So viel Prozent der Haushalte lebten 2018 in den eigenen vier Wänden. Bildunterschrift anzeigen
So viel Prozent der Haushalte lebten 2018 in den eigenen vier Wänden. 
09.02.2021

Bei der Entwicklung der Wohneigentumsquote in Deutschland sind die Unterschiede von Bundesland zu Bundesland immens, wie das Forschungsinstitut Empirica auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamt für die Landesbausparkassen (LBS) berechnet hat. Während im Saarland 2018 rund 59 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden lebten, waren es in Berlin gerade einmal 16 Prozent. Hoch ist die Wohneigentumsquote auch in Ländern wie Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Ganz hinten im Wohneigentums-Ranking findet sich neben der Bundeshauptstadt auch Hamburg. Das Mittelfeld besteht aus den ostdeutschen Bundesländern sowie Nordrhein-Westfalen und Bremen.

In Westdeutschland wohnt in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern nicht einmal ein Viertel der Haushalte in Eigentum - in Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern dagegen mehr als die Hälfte. Auch in Städten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern liegt die Wohneigentumsquote bei gerade einmal 30 Prozent. In Ostdeutschland ist sie in dieser Kategorie mit 11 Prozent sogar am niedrigsten - und noch am weitesten vom West-Niveau entfernt. Zu den mittelgroßen Städten zählen viele sogenannte Schwarmstädte, darunter auch viele Universitätsstädte. Diese zeichnen sich durch einen überproportionalen Zuwachs an jungen Einwohnern aus. Und die wiederum erwerben eher selten Wohneigentum.

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