Quote rückläufig

Wohneigentum verliert an Boden

Die Wohneigentumsquote in Deutschland war zuletzt wieder rückläufig.Bildunterschrift anzeigen
Die Wohneigentumsquote in Deutschland war zuletzt wieder rückläufig.
11.01.2021

Erstmals seit dem Jahr 1993 ist der Anteil der Haushalte, die in ihren eigenen vier Wänden leben, in Deutschland wieder rückläufig. Die Wohneigentumsquote lag 2018 nur noch bei 42 Prozent, das ist ein Prozentpunkt weniger als vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts, die das Berliner Forschungsinstitut Empirica im Auftrag von LBS Research ausgewertet hat.

Mit gut 36 Prozent lag die Wohneigentumsquote in Ostdeutschland im Jahr 2018 nach wie vor weit unter jener von knapp 45 Prozent in Westdeutschland.

Es fehlt vor allem an Nachwuchseigentümern. Mit einer Wohneigentumsquote von 58 Prozent übertrafen die 70- bis 79-Jährigen im Jahr 2018 alle anderen Altersgruppen in Westdeutschland. Im Osten der Republik leben 36 Prozent der 70- bis 79-Jährigen im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung, vor zwanzig Jahren waren es 15 Prozent. Im Alter von 30 bis 39 Jahren hatten im Jahr 2008 knapp 34 Prozent der Ostdeutschen und 37 Prozent der Westdeutschen den Sprung ins Wohneigentum schon geschafft, zehn Jahre später galt dies nur noch für 25 und 30 Prozent in diesem Alter. 2008 wohnten in Westdeutschland knapp 73 Prozent der Familien in den eigenen vier Wänden, heute nur noch knapp 69 Prozent. In Ostdeutschland sieht es ähnlich aus.

Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy - Das Fachmagazin für die Do-it-yourself-Branche
Lesen Sie auch