Global DIY-Network

Cainz wächst zweistellig und investiert massiv in Digitalisierung

Hiromasa Tsuchiya, Inhaber der japanischen Baumarktkette Cainz, informtierte die Nutzer des Global DIY-Network über den Home-Improvement-Markt seines Landes und sein Unternehmen.Bildunterschrift anzeigen
Hiromasa Tsuchiya, Inhaber der japanischen Baumarktkette Cainz, informtierte die Nutzer des Global DIY-Network über den Home-Improvement-Markt seines Landes und sein Unternehmen.
18.02.2021

Auch die japanische Baumarktkette Cainz hatte im Pandemie-Jahr 2020 deutliche Zuwächse zu verzeichnen. Die Umsätze sind um 18 Prozent gewachsen, erklärte Hiromasa Tsuchiya, Inhaber und Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, in einem Interview im Global DIY-Network der internationalen Branchenverbände Edra/Ghin und Hima. Cainz betreibt derzeit 125 Märkte in Japan und hat einen Jahresumsatz von rund 4,5 Mrd. USD. Das Konzept japanischer Baumärkte, die mit ihrem Sortiment weite Bereiche des Alltagslebens ihrer Kunden abdecken und beispielsweise auch Haushaltswaren, Drogerieartikel, Heimtierzubehör und Lebensmittel verkaufen, könnte zum Vorbild für Händler im ganzen asiatischen Raum werden, meinte Tsuchiya im Gespräch mit Edra-Geschäftsführer John Herbert. Er deutete auch eine mögliche Expansion von Cainz an.

In der Covid-19-Krise sei es Cainz gelungen, auch mehr jüngere Kunden mit den Themen DIY und Garten anzusprechen, berichtet Tsuchiya; das ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Überalterung der japanischen Gesellschaft von Bedeutung. Die Cainz-Kunden sind durchschnittlich mehr als 50 Jahre alt. Und: „In Japan gab es keinen DIY-Boom unter den Baby-Boomern“, beschrieb Tsuchiya das gesellschaftliche Umfeld.

Auf dem DIY-Markt haben die Top 10 Unternehmen mit einem Umsatz von 23,5 Mrd. USD einen Marktanteil von 64,5 Prozent; allein die Top 5 beanspruchen auf 46 Prozent des Marktes.

Ich habe bei Edra/Ghin viele Freunde gewonnen
Hiromasa Tsuchiya, Inhaber von Cainz

Bereits vor der Pandemie hat Cainz begonnen, massiv in die IT-Infrastruktur und die digitale Transformation zu investieren. Im Cainz Innovation Hub sind mittlerweile mehr als 1.000 Mitarbeiter tätig. Innerhalb von drei Jahren hat das Unternehmen rund 100 Mio. USD in die Digitalisierung investiert. Noch hat der E-Commerce einen kleinen Anteil am Cainz-Umsatz, wächst aber erheblich, unter anderem durch neue Click & Collect-Lösungen mit Abholstationen in und vor den Märkten.

In diesem Zusammenhang hob der Cainz-Chef mehrfach den Informations- und Gedankenaustausch innerhalb der Edra/Ghin hervor, der er seit 2015 angehört. „Ich habe mit dem Eintritt in diesen Verband viele Freunde gewonnen“, sagte er.

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