CEO von Mitre 10 Neuseeland

Andrea Scown über Frauen in Führungspositionen, internationale Inspirationen und den Krieg

Andrea Scown war Interview-Gast von John Herbert im Global DIY-Network.
Andrea Scown war Interview-Gast von John Herbert im Global DIY-Network.
13.04.2022

Andrea Scown, CEO der neuseeländischen Kooperation Mitre 10, war heute Gast in der Interview-Reihe „Meet the CEO“ von Edra-Geschäftsführer John Herbert im Global DIY-Network. Sie ist eine der wenigen Frauen im Top-Management von Baumarktunternehmen, wie John Herbert gleich zu Beginn des Gesprächs feststellte. „Wir haben einen sehr starken Anteil von Frauen in Führungspositionen“, bestätigte Scown; in der Zentrale, dem sogenannten Support Centre, sind 40 Prozent des Teams Frauen. Auch habe Mitre 10 einen „leicht höheren weiblichen Kundenanteil im Einzelhandelsgeschäft“, sagte Scown: „Es ist vielleicht überhaupt nicht so überraschend, dass weibliche Führungskräfte von der Branche angezogen werden.“

Scown hob im Gespräch mehrfach als Stärke der Kooperation hervor, dass sämtliche Standorte im Besitz lokaler unabhängiger Mitglieder sind. Deshalb schwankt beispielsweise auch die Umsatzverteilung zwischen Endverbrauchern und Profis; bezogen auf die gesamte Gruppe entfallen rund 60 Prozent auf das Retail-Geschäft mit Privatkunden.

Es ist nicht überraschend, dass weibliche Führungskräfte von der Branche angezogen werden
Andrea Scown, CEO von Mitre 10 New Zealand

Gerade mit Blick auf die Mitgliedschaft im internationalen Verband Edra/Ghin hob Scown hervor, wie wichtig der Austausch mit Kollegen im Ausland und Anregungen durch Unternehmen weltweit sind; viel Inspiration habe man beispielsweise von der Kingfisher Group erhalten. „Wir wollen nicht langsame Follower sein, wir wollen schnelle Follower sein“, beschrieb Scown ihre Haltung.

Aktuell berichtete Scown von anhaltend guten Umsätzen, aber auch von Schwierigkeiten mit den Lieferketten. Deshalb habe Mitre 10 den Einkauf hochgefahren; die Lagerbestände lägen derzeit um 26 Prozent über dem Niveau von vor einem Jahr.

Ihr Gespräch begonnen hatten Scown und Herbert mit einem Statement zum russischen Überfall auf die Ukraine. John Herbert berichtete, dass zwei Standorte des ukrainischen Marktführers Epicentre durch russische Raketen zerstört und ein weiterer Markt stark beschädigt wurden. Er rief die Mitglieder zur Hilfe für die Epicentre-Mitarbeiter auf und bedankte sich für die bereits erhaltene Unterstützung bei der Aufnahme von drei Familien in Deutschland. Andrea Scown versicherte, dass man auch in Neuseeland, weit entfernt vom Krieg, die Lage mit Sorge verfolge. „Wir sind in Gedanken bei der Ukraine und ihren europäischen Nachbarn“, sagte sie.

DIY International hatte im vergangenen Jahr die Gelegenheit zu einem ausführlichen Interview mit Andrea Scown. Es ist in dem Online-Magazin weiterhin abrufbar.

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