Steigende Rohstoffpreise

Farbenindustrie unter Druck

22.03.2021

Die europäische Lack-, Druckfarben- und Künstlerfarbenindustrie steht aufgrund steigender Rohstoffpreise unter hohem Druck, wie der entsprechende Verband, CEPE, berichtet. André Vieira de Castro, Vorsitzender des Verbands, nennt mehrere Gründe für diese Entwicklung: eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen Erholung, eine Verknappung der verfügbaren Rohstoffe wegen schlechter Wetterbedingungen und die Schließung mehrerer Werke, die Rohstofflieferanten sich auf höhere Gewalt berufen lasse. Zusätzlich erhöhten sich die Transportkosten durch den stark gestiegenen Ölpreis. „Die Belastung für die Branche ist immens, da die Rohstoffpreise mehr als die Hälfte der Kosten ausmachen. Seit Januar sind die Kosten für Schlüsselkomponenten wie Epoxidharze in Europa um 60 Prozent gestiegen. Ähnlich sieht es bei den Lösemitteln aus, allein der Preis für Aceton und n-Butylacetat ist dort um 123 Prozent und 91 Prozent gestiegen“, unterstreicht er.

Die aktuelle Situation hat laut CEPE ihren Ursprung in Europa und Asien und insbesondere aus der unerwartet schnellen V-förmigen Erholung in China, die die Nachfrage nach wichtigen Rohstoffen anheize. Neben Epoxidharzen umfasst die Liste der stark nachgefragten petrochemischen Rohstoffe unter anderem Polyesterharze, Polypropylenglykole, Acrylsäuren, Acrylharz, UV-Harze, Polyurethanharze und Lösungsmittel. Parallel zu den petrochemischen Rohstoffen sind auch die globalen Kosten für Pigmente stark gestiegen. Zu den wichtigsten Treibern der Preiserhöhungen gehören die starke Nachfrage in allen Industriebereichen, ein größerer inländischer Versorgungsbedarf in den Produktionsländern, allgemeine Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage sowie höhere Kosten für Pigmentkomponenten.

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