Betriebsergebnis: +40 Prozent

Corona kurbelte die Hornbach-Umsätze 2020/2021 kräftig an

Corona kurbelte die Hornbach-Umsätze im Geschäftsjahr 2020/2021 in Deutschland und im europäischen Ausland kräftig an.Bildunterschrift anzeigen
Corona kurbelte die Hornbach-Umsätze im Geschäftsjahr 2020/2021 in Deutschland und im europäischen Ausland kräftig an.
23.03.2021

Die Corona-Pandemie habe, so die Hornbach-Gruppe, dem Unternehmen „ein denkwürdiges Geschäftsjahr 2020/2021 (1. März 2020 bis 28. Februar 2021) beschert: Der Rückzug in die eigenen vier Wände, das verstärkte mobile Arbeiten von zuhause und ein nachhaltig verändertes Verbraucherverhalten haben die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkersortimenten kräftig angekurbelt.“ Vor diesem Hintergrund legte der Nettoumsatz im Hornbach Holding AG & Co. KGaA Konzern ersten vorläufigen Zahlen zufolge um 15,4 Prozent auf 5,456 Milliarden Euro zu. Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG, der zum Bilanzstichtag 28. Februar 2021 europaweit 161 (Vorjahr: 160) Bau- und Gartenmärkte sowie Onlineshops in neun Ländern und zwei Fachhandelsstandorte betreibt, überstieg ebenfalls die Fünf-Milliarden-Marke und erhöhte die Umsätze um 15,6 Prozent auf 5,117 Milliarden Euro. Flächen- und währungskursbereinigt nahmen die Umsätze der Bau- und Gartenmärkte (DIY) konzernweit um 14,7 Prozent zu. Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH verzeichnete ein Umsatzplus von 12,8 Prozent auf 338 Millionen Euro. Damit habe die Gruppe die extremen Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich gemeistert, so das Unternehmen weiter.

Hornbach ist in allen Regionen stärker gewachsen als der Wettbewerb.
Albrecht Hornbach, Vorsitzender der Hornbach Management AG

Mit Ausnahme von Schweden und Rumänien waren im Geschäftsjahr 2020/2021 alle Hornbach-Regionen von vorübergehenden stationären Schließungen für private Kunden betroffen. Der Verkauf an gewerbliche Kunden sowie Reservieren & Abholen für Privatkunden war meistens weiterhin möglich sowie flächendeckend der Onlinehandel. Die Nachfrage nach Baumarktartikeln war im Geschäftsjahr 2020/2021 durchgehend deutlich höher als im Vorjahr, so dass Umsatzverluste durch vorrübergehende Schließungen schnell ausgeglichen werden konnten. Zudem stiegen die Umsätze aus dem Onlinehandel und mit gewerblichen Kunden deutlich an. „Hornbach ist in allen Regionen stärker gewachsen als der Wettbewerb. Die enge Verzahnung von stationärem Geschäft und Onlinehandel kam uns zugute. So waren wir in der Lage die hohe Nachfrage trotz der Verkaufsbeschränkungen bestmöglich zu bedienen“, sagte Albrecht Hornbach, Vorsitzender der Hornbach Management AG.

Die Nettoumsätze der Hornbach Baumarkt AG einschließlich Onlinehandel stiegen in der Region Deutschland im Geschäftsjahr 2020/2021 – kräftiger als im Konzerndurchschnitt – um 18,2 Prozent auf 2,654 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,245 Milliarden Euro). Flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen und Schließungen in den zurückliegenden zwölf Monaten, ergab sich ein Wachstum von 18,6 Prozent (Vorjahr: 6,5 Prozent). Den Abstand zur DIY-Branche in Deutschland habe man, so das Unternehmen weiter, zuletzt deutlich vergrößert. Bezogen auf das Kalenderjahr 2020 habe man gut acht Prozentpunkte besser abgeschnitten als der Branchendurchschnitt. In Deutschland betreibt Hornbach zum Bilanzstichtag 96 (Vorjahr: 96) Filialen im stationären DIY-Einzelhandel sowie zwei Bodenhaus-Fachhandelsmärkte, die im vierten Quartal 2020/2021 in Köln und Berlin an den Start gingen. Obwohl Hornbach in Deutschland keine neuen Bau- und Gartenmärkte eröffnet habe, sei der DIY-Marktanteil, auch dank des Onlinewachstums, auf 12,1 Prozent (Vorjahr: 11,3 Prozent) angestiegen.

In den acht Ländern außerhalb Deutschlands (Region übriges Europa) verzeichnete der Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG einschließlich des im September 2020 neu eröffneten Bau- und Gartenmarkts in Oradea (Rumänien) sowie des Onlinehandels einen Umsatzzuwachs von 12,8 Prozent auf 2,463 Milliarden Euro. (Vorjahr: 2,183 Milliarden Euro). Der Auslandsanteil am Konzernumsatz ging von 49,3 Prozent auf 48,1 Prozent zurück, weil die internationalen Märkte im Verlauf des Geschäftsjahres 2020/2021 insgesamt stärker vom Lockdown betroffen waren als die deutschen Filialen. Flächen- und währungskursbereinigt steigerte Hornbach die Umsätze im übrigen Europa um 10,8 Prozent (Vorjahr: 8,9 Prozent). Einschließlich der Währungskurseffekte stiegen die flächenbereinigten Umsätze ebenfalls um 10,8 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent).

Deutlich gesteigert wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021 die Ertragskraft des Unternehmens. Nach ersten vorläufigen, noch ungeprüften Zahlen erreichte das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Konzernbetriebsergebnis (bereinigtes EBIT) einen Wert von voraussichtlich rund 325 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 40 Prozent. Im Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG hat sich das bereinigte EBIT (Vorjahr: 181,8 Millionen Euro) nach den vorläufigen Daten um mehr als 50 Prozent auf rund 280 Millionen Euro erhöht.

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