Haus- und Gartenartikel weit oben auf der Wunschliste

Konsumenten vermissen den Einkauf im stationären Handel

Auch wenn manche stationären Händler weiterhin oder wieder öffnen dürfen, ein großer Teil der Geschäfte vor Ort muss immer noch geschlossen bleiben. Bildunterschrift anzeigen
Auch wenn manche stationären Händler weiterhin oder wieder öffnen dürfen, ein großer Teil der Geschäfte vor Ort muss immer noch geschlossen bleiben. 
13.04.2021

Den Deutschen fehlt das Einkaufen von Haus- und Gartenartikeln (41,27 Prozent) sowie Möbeln und Einrichtungsgegenständen (43,83 Prozent) im stationären Handel. Auch der Erwerb elektronischer Produkte im Einzel- und Fachhandel wird von rund 40 Prozent der Befragten vermisst. Das zeigt der Konsumentenreport für das erste Quartal 2021, den die Initiative Digitale Handelskommunikation (IDH), angeführt von Bonial, Marktguru und Offerista, veröffentlicht hat. Dazu wurden rund 10.000 Menschen in ganz Deutschland befragt. Ziel war es, herauszufinden, wie sich diese über Angebote des Handels informieren und wo sie einkaufen gehen. Mit diesem aktuellen Lagebild sollen Industrie, Politik und Verbände besser verstehen können, wie die Kommunikation des stationären Einzelhandels wahrgenommen wird.

60 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie lokale Läden in diesen Zeiten ganz bewusst durch einen Einkauf vor Ort unterstützen wollen. Zwar informiert sich ein Großteil der Deutschen gerne digital, aber gekauft wird weiterhin mehrheitlich (67 Prozent) im stationären Einzelhandel. Umso mehr wird dieser bei Schließungen schmerzlich vermisst. Hauptgrund: Die Menschen wollen die Produkte anfassen, anprobieren und ihnen fehlt schlicht das Kauferlebnis im Laden. 35 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass sie die persönliche Beratung aktuell wegen der geschlossenen Läden vermissen. „Digitale Handelskommunikation sorgt dafür, dass der stationäre Einzelhandel relevant bleibt. Man informiert sich online und geht dann in die Läden”, erklärt Christoph Eck Schmidt, Geschäftsführer von Bonial.

Über die Hälfte der Befragten würde auf gedruckte Prospekte verzichten

Rund 80 Prozent der Teilnehmer informieren sich heute häufiger über Angebote des Handels auf digitalen Kanälen als noch vor einigen Jahren. Für knapp 70 Prozent hat die Digitalisierung der Angebote das Print-Prospekt ersetzt. Ebenso viele stöbern wenigstens einmal pro Woche auf digitalen Kanälen nach Angeboten und fast die Hälfte der Befragten sogar mehrmals pro Woche. Mehr als die Hälfte nutzt gedruckte Prospekte gar nicht mehr oder immer weniger und setzt stattdessen auf digitale Plattformen. Allerdings nutzen weiterhin 42 Prozent neben den digitalen Informationen auch gedruckte Prospekte. Eine bundesweite Umweltinitiative setzt sich für weniger gedruckte Prospekte und Werbung ein. Dazu sollen sogenannte Opt-In-Aufkleber auf den Briefkästen im Gesetz verankern werden. Als Folge dürfte nur noch Werbung und Prospekte eingeworfen werden, wenn dies ein entsprechender Aufkleber auf dem Briefkasten ausdrücklich erlaubt. 52,5 Prozent der Befragten würden auf einen Opt-in-Aufkleber und damit auf gedruckte Werbung und Prospekte verzichten. 64 Prozent der Befragten hätten sogar kein Problem damit, wenn es gar keine gedruckten Prospekte mehr gäbe.

Die Initiative Digitale Handelskommunikation hat Konsumenten über deren aktuelles Einkaufsverhalten befragt und dabei zahlreiche Erkenntnisse gewonnen. 
Die Initiative Digitale Handelskommunikation hat Konsumenten über deren aktuelles Einkaufsverhalten befragt und dabei zahlreiche Erkenntnisse gewonnen.  (Quelle: IDH)
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