Kingfisher-CEO Thierry Garnier

“Wir sind smarter, wenn wir Partnern trauen”

Der frühere Carrefour-Manager Thierry Garnier ist seit September 2019 CEO von Kingfisher, der zweitgrößten DIY-Handelsgruppe in Europa. Jetzt war er Gast in der Reihe "Meet the CEO" des Global DIY-Network.Bildunterschrift anzeigen
Der frühere Carrefour-Manager Thierry Garnier ist seit September 2019 CEO von Kingfisher, der zweitgrößten DIY-Handelsgruppe in Europa. Jetzt war er Gast in der Reihe "Meet the CEO" des Global DIY-Network.
17.05.2021

Mit einem Bekenntnis zu Zusammenarbeit in der Branche, zu Marken und zu stationären Geschäften hat sich Kingfisher-CEO Thierry Garnier auf dem Global DIY-Network zu Wort gemeldet. „Wir brauchen unbedingt Marken, wir müssen eine gute Balance zwischen Private Label und Marke finden“, sagte er von Edra-Geschäftsführer John Herbert im Interview auf den Eigenmarkenanteil von 44 Prozent angesprochen, aber auch mit Blick auf Diskussionen in der Vergangenheit. Garnier plädierte für ein „offenes Ökosystem“ und meinte: „Wir sind smarter, wenn wir Partnern trauen.“ Er sprach sich auch für das gemeinsame Auftreten der Branche sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene beispielsweise gegenüber der Politik aus.

Die von ihm angestrebte Positionierung – der Franzose steht seit September 2019 als CEO an der Spitze des britischen Kingfisher-Konzerns – unterlegte Garnier mit weiteren sehr grundsätzlichen Statements. So sagte er mehrfach, dass Geschwindigkeit wichtiger sei als Perfektion, und wies dabei auf seine mehrjährige Erfahrung in China hin, wo er für den französischen Handelskonzern Carrefour gearbeitet hat. Auch sein Bekenntnis zu stationären Geschäften, das sich auch in den jüngsten Quartalsberichten von Kingfisher findet, wiederholte er, als er über den „Megatrend Kleinformat“ sprach: „Wir sollten lernen, wie man kleinere Formate handhabt.“ Dabei sieht er das Marktportfolio immer auch als eine „natürliche Verbindung mit den Online-Aktivitäten“ beispielsweise durch Click & Collect oder als Abholmöglichkeit.

Wir brauchen unbedingt Marken
Thierry Garnier, CEO von Kingfisher

Auf Nachfrage bezeichnete er den Rückzug aus Russland als „absolut notwendig“. Dagegen sei es richtig, in Spanien und Portugal zu bleiben, wo Brico Dépôt sehr profitabel sei und wo man „neue Pläne und Ideen“ habe. Für eine weitere Expansion sieht er in Zukunft die Zusammenarbeit mit Master-Franchisern wie jetzt im Nahen Osten als wichtigen Bestandteil.

Für die kommenden Jahre ist Garnier optimistisch. Im Interview nannte er insbesondere zwei „unterstützende Trends“: mehr Arbeit von zuhause aus und neue DIYer, insbesondere in der jüngeren Generation.

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