Corona-Pandemie

Prospekt verliert Marketing-Vorherrschaft

Die meisten Händler bieten ihre Prospekte inzwischen in digitaler Form an. Bildunterschrift anzeigen
Die meisten Händler bieten ihre Prospekte inzwischen in digitaler Form an. 
23.06.2021

Durch die Corona-Krise wird erstmals das klassische Massenmedium Prospekt infrage gestellt – wie der EHI-Marketingmonitor 2021 bis 2024 zeigt. Die Relevanz der Marketingmaßnahmen variiert in den unterschiedlichen Branchen des Handels stark. So sieht die Sparte DIY und Einrichten einen Bedeutungsverlust von 22,8 und der Bereich Hobby und Freizeit sogar von 41 Prozent. Wie das EHI schreibt, prägt die Corona-Krise das Marketing des Handels und hat gleichzeitig das Verhältnis zur Kundschaft verändert. Digitale Technologien sind dabei Katalysator, während Kostenreduktionen das Bewusstsein für Effizienz schärfen.

43 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen gaben an, dass sich ihre Ausgaben für Werbemaßnahmen erhöht hätten oder gleichgeblieben seien. Rund 56 Prozent haben weniger Budget zur Verfügung. Da gedruckte Maßnahmen in aller Regel kostenintensiver seien und zudem eine hohe Vorlaufzeit benötigten, so das EHI, stehe das Prospekt erstmals an zweiter Stelle im Ranking der Marketingmaßnahmen. Gut 30 Prozent des Bruttowerbeaufkommens fließen in spezifische Handelsmedien wie Prospekte, Handzettel, Flyer oder Anzeigen. Knapp 34 Prozent der Ausgaben stehen für digitale Medien wie SEO, Social Media oder digitale Prospektportale bereit. In der Prognose für 2024 steigen digitale Medien nach Einschätzung der Forscher um vier Prozentpunkte in ihrer Bedeutung, während spezifische Handelsmedien um sieben Prozentpunkte verlieren.

Online-Push

Die Kombination des stationären Handels mit dem E-Commerce breche, so die Forscher, die Grenzen zwischen digitaler und analoger Welt auf, verändere die Customer Journey und führe zu einem nahtlosen Einkaufserlebnis. Die smarte Kommunikation mit Kunden sei auf digitalen Wegen am einfachsten, am günstigsten und in realtime möglich, unterstreicht das EHI. So könnten Händler beispielsweise über kurzfristige Änderungen zur Öffnung informieren. Über 70 Prozent der Befragten sehen den Push zu digitaler Kommunikation als wichtigstes Thema. An zweiter Stelle (60 Prozent) folgen Effektivität und Effizienz von Maßnahmen, Personalisierung auf Rang drei.

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