LBS-Umfrage

Pandemie und Lockdown verändern Wohnwünsche

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Die Experten rechnen mit weiter steigenden Preisen. 
06.09.2021

265.000 Euro in Magdeburg, 1,7 Mio. Euro in München – so weit liegen die Preise für typische freistehende Einfamilienhäuser in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und jener von Bayern auseinander. Das ist ein Ergebnis der Frühjahrsbefragung von Immobilienvermittlern der Landesbausparkassen (LBS) und Sparkassen. Sie geben Auskunft über die Preissituation vor Ort und ihre Erwartungen zur Entwicklung des Marktes in den kommenden Monaten.

Die Marktbeobachter gehen fast überall in Deutschland von einer ungebrochenen Nachfrage, einer kaum gebesserten Angebotssituation und weiter steigenden Preisen aus. Sie beobachten aber auch, dass die Pandemie- und Lockdown-Erfahrungen die Wohnwünsche verändert haben: Die Vororte der Städte und der ländliche Raum im erweiterten Einzugsgebiet könnten demnach künftig stärker gefragt sein – auch damit sich die Menschen wichtiger gewordene Ansprüche wie einen Garten und eine größere Zimmerzahl erfüllen können.

Die Baugenehmigungen haben ihr hohes Niveau der vergangenen Jahre gehalten (2020: 368.000) und die Zahl der fertiggestellten Wohnungen übertrifft erstmals seit langer Zeit wieder die Marke von 300.000, heißt es weiter im Bericht. Zugleich werde mit rund 780.000 an genehmigten, aber noch nicht gebauten Ein-und Mehrfamilienhäusern auch der Rückstau immer größer. Zudem, so die Sparkassen, sind die Baukosten weiter gestiegen (seit 2015 um 16,4 Prozent), erstmals seit der Wiedervereinigung sinkt die Wohneigentumsquote leicht und das Potenzial an Ersterwerbern einer Wohnimmobilie schrumpft. Letzteres resultiere vor allem daraus, dass das angesparte Eigenkapital vieler Mieter nicht mit den steigenden Immobilienpreisen Schritt gehalten habe.

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