Fokus nun auf Stabilisierung

2021 war ein schwieriges Jahr für die Koelnmesse

Um den Aufenthalt in den Messehallen so sicher wie möglich zu gestalten, hat die Koelnmesse entsprechende Konzepte entwickelt. (Quelle: Koelnmesse)
Um den Aufenthalt in den Messehallen so sicher wie möglich zu gestalten, hat die Koelnmesse entsprechende Konzepte entwickelt. 
14.01.2022

Nach aussichtsreichem Re-Start im Herbst ging das Kölner Messejahr 2021 mit einem versöhnlichen Abschluss zu Ende, wie die Koelnmesse mitteilt. In den Monaten zuvor habe man wie im Vorjahr deutliche Umsatzrückgänge und hohe Verluste hinnehmen müssen. Auch wenn es pandemiebedingt zum Jahreswechsel 2021/2022 erneut Absagen und Verschiebungen gegeben habe, sei die Geschäftsführung für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. „Wir haben unter Beweis gestellt, dass Messen auch auf internationalem Niveau wieder möglich und sicher durchzuführen sind“, betont Messechef Gerald Böse. „Wir setzen weiter auf Stabilisierung und wollen die verschobenen Messen in diesem Jahr nachholen.“ 2021 fanden von 68 weltweit geplanten Messen nur 34 statt. Das waren 13 Kölner Eigenveranstaltungen, elf Gastmessen und zehn Veranstaltungen in acht Ländern im Ausland. Einige Veranstaltungen wurden rein digital durchgeführt, andere hybrid.

Rund 250 Millionen Euro Umsatz erwartet

Der vorläufig festgestellte Umsatz 2021 erreichte knapp 130 Mio. Euro. Die Koelnmesse betont, dass der Verlust dank der guten Messeverläufe im Herbst, der Durchführung des Impfzentrums sowie als Ergebnis deutlicher Sparmaßnahmen unter 100 Mio. Euro liege. Den Planungen für 2022 liegen wieder steigende Umsätze von voraussichtlich 250 Mio. Euro und ein deutlich geringerer Verlust zugrunde. „Es bleibt unser Ziel, an die Umsätze vor der Pandemie mit über 400 Mio. Euro anzuknüpfen. Dies könnte ab 2023/2024 wieder der Fall sein“, nimmt Böse an.  

Die Reisebeschränkungen, gerade im asiatischen Raum, bleiben laut Angaben der Messebetreiber problematisch. In China ist eine internationale Beteiligung derzeit nur durch Vertriebspartner oder Tochtergesellschaften vor Ort möglich. „Entwicklungen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Kontinentalisierung wurden beschleunigt und erfordern unser strategisches Handeln. Dazu gehören die Pflege und Erweiterung des Veranstaltungsportfolios, Kundenorientierung, der Ausbau digitaler und hybrider Angebote sowie die Intensivierung unserer Internationalisierung“, so Böse.

Die Koelnmesse plant insgesamt 64 Veranstaltungen für 2022. Darunter sind 21 Eigen- und 22 Gastmessen in Köln sowie 21 im Ausland. Trotz der wirtschaftlichen Einbußen will man an zentralen Elementen des Investitionsprogramms Koelnmesse 3.0 festhalten. Dazu zählt insbesondere die Kongress- und Eventlocation Confex, die 2024 fertiggestellt sein soll. Die Planungen für den Ost/West-Boulevard starten im Laufe des Jahres 2022. Andere Baumaßnahmen werden dagegen verschoben, darunter Teile der Hallensanierung sowie der Freiraum- und Fassadengestaltung. Dies soll den finanziellen Spielraum im Jahr 2022 um einen zweistelligen Millionenbetrag erhöhen.

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