Marktwachstum von jährlich 22 Prozent

Energiekrise schiebt den Smart-Home-Markt an

Über smarte Technologien lassen sich zahlreiche Geräte und Systeme im und um das Haus herum steuern.(Quelle: Pexels)
Über smarte Technologien lassen sich zahlreiche Geräte und Systeme im und um das Haus herum steuern.
30.08.2022

Infolge der Energiekrise erfährt der Markt für Smart-Home-Produkte neue Aufmerksamkeit. Dominierten bei der Suche nach smarter Technik bisher intelligente Entertainmentsysteme, fernsteuerbare Türschlösser oder Sprachassistenten, steigt das Interesse am Thema Energie laut einer Studie der Strategieberatung Oliver Wyman und der Smart-Home-Experten von Tink rapide an.

Der Markt für Smart-Home-Produkte ist in Deutschland zwischen 2017 und 2021 von knapp 2,4 Mrd. Euro auf über 5,5 Mrd. Euro gewachsen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Plus von rund 22 Prozent. Leicht überdurchschnittlich wuchs die Produktkategorie Energie mit 24 Prozent auf zuletzt 644 Mio. Euro. Während 27 Prozent der deutschen Haushalte über smarte Haustechnik verfügen, haben elf Prozent ein Gerät zum intelligenten Umgang mit Energie im Einsatz.

Fast jeder Zweite Befragte besitzt ein Smart-Home-Produkt. Rund ein Drittel gibt an, dass die smarte Funktionalität nicht das Kaufkriterium war. 55 Prozent der bisherigen Nichtkäufer von Smart-Home-Technik interessieren sich für Lichtsteuerung, 45 Prozent nennen eine vernetzte Heizungssteuerung, 39 Prozent eine Jalousiensteuerung, 38 Prozent Überwachungstechnik und 33 Prozent der Teilnehmer vernetzte Steckdosen als Kaufanreiz.

Als Haupthindernis wird der als zu hoch empfundene Preis (40 Prozent) genannt, ebenso ein nicht einleuchtender Nutzen (21 Prozent) und Datenschutzbedenken (19 Prozent). Auch eine komplexe Installation und mangelnde Kaufberatung werden als Hürden empfunden. Zu mehr als 70 Prozent werden Smart-Home-Produkte online gekauft. Laut Studie dominiert Amazon mit über 40 Prozent Marktanteil, insbesondere unter Älteren, gefolgt vom stationären Händler (22 Prozent), Spezialisten (9 Prozent) und dem Direktvertrieb der Hersteller (6 Prozent).

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