Studie zu Auswirkungen der Energiekrise

Schlechtes Raumklima drückt auf die Stimmung

Die Macher der Studie sehen die Sanierung des Gebäudebestands als einen zentralen Lösungsansatz zur Bekämpfung der Energiekrise und ihrer gesundheitlichen Folgewirkungen.(Quelle: Velux Deutschland GmbH)
Die Macher der Studie sehen die Sanierung des Gebäudebestands als einen zentralen Lösungsansatz zur Bekämpfung der Energiekrise und ihrer gesundheitlichen Folgewirkungen.
11.11.2022

Die Auswirkungen der aktuellen Energiekrise dürften nach einer neuen Studie deutlich gravierender ausfallen als bislang angenommen. In der Untersuchung kommt die Forschungsorganisation Rand Europe zu dem Schluss, dass bereits vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine 34 Millionen Europäerinnen und Europäer in zu kalten Wohnungen lebten. 29 Millionen waren von Dunkelheit, 69 Millionen von Feuchtigkeit und Schimmel und 92 Millionen von übermäßigem Lärm betroffen. Die Auswertungen sind Teil des „Healthy Homes Barometer 2022“. Diese Analyse des europäischen Gebäudebestands wird vom Dachfenster-Hersteller Velux herausgegeben.

Rand Europe hat herausgefunden, dass Menschen, die in Häusern oder Wohnung mit Kälte, Feuchtigkeit, Lärm und Dunkelheit leben, fast fünfmal so häufig unglücklich sind wie jene, die eine gute Wohnqualität haben. Das Healthy Homes Barometer 2022 zeigt außerdem, wie gering das Wissen der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer in Deutschland über den energetischen Zustand ihrer Gebäude ist. So erreichen mehr als 52 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser nicht einmal Effizienzklasse D, aber nur knapp 6 Prozent dieser Eigentümer wissen davon.

Im europäischen Vergleich schneiden Norwegen und Finnland bei der Raumklima-Qualität am besten ab. Dort klagen 19 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner über schlechte Wohnverhältnisse, gefolgt von der Slowakei (20 Prozent) und der Tschechischen Republik (22 Prozent). Die schlechtesten Bedingungen zeigen sich laut der aktuellen Wohngesundheitsstudie in Portugal (50 Prozent) und Zypern (49 Prozent) – Deutschland liegt mit 35 Prozent im schlechteren Mittelfeld.

Das Healthy Homes Barometer 2022 kommt zu dem Schluss, dass die Sanierung des Gebäudebestands ein zentraler Lösungsansatz sowohl zur Bekämpfung der Energiekrise als auch der gesundheitlichen Folgewirkungen ist.

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