Der langjährige Firmenchef von Hansgrohe, Klaus Grohe, ist am 3. Januar dieses Jahres im Alter von 88 Jahren verstorben. Der jüngste und dritte Sohn des Firmengründers Hans Grohe wurde am 3. April 1937 in Aachen geboren. 1968 trat er als Prokurist und Vertriebsleiter in den väterlichen Betrieb ein. Fast fünf Jahrzehnte lang bestimmte Grohe die Geschicke des Schiltacher Unternehmens, als geschäftsführender Gesellschafter, ab 1999 als Vorstandsvorsitzender und von 2008 bis 2015 als Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Mit seinen visionären Ideen, seinem Tatendrang und seiner steten Kundenorientierung habe er das Familienunternehmen zu einem Global Player der Sanitärbranche entwickelt, schreibt Hansgrohe im Nachruf. Bevor Nachhaltigkeit in aller Munde war, habe er sich für umweltbewusstes Denken und Handeln engagiert: In den 1980er-Jahren stellte Hansgrohe einen Umweltbeauftragten ein, wassersparende Brausen wurden entwickelt, am Offenburger Standort entstanden 1993 der Solarturm und ein dachintegriertes Solarkraftwerk.
2001 ernannte ihn seine Heimatstadt Schiltach zum Ehrenbürger. 2009 gründete er die Stiftung Klaus Grohe. 2012 wurde Grohe für sein Lebenswerk als Unternehmer und Impulsgeber der Sanitärbranche ausgezeichnet.
„Mit Klaus Grohe verlieren wir unseren Wegbereiter, der bis zuletzt als Ehrenvorsitzender unseres Aufsichtsrats die Entwicklung von Hansgrohe mit großem Interesse und Engagement verfolgte“, sagt Hans Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE. „Er hat das Fundament für den weltweiten Erfolg der Unternehmensgruppe gelegt und die DNA von Hansgrohe maßgebend geprägt. Seine Grundsätze und seine Leidenschaft für Hansgrohe werden für immer im Unternehmen und im Bewusstsein von uns allen bleiben.“
Richard Grohe, sein ältester Sohn und Mitglied des Aufsichtsrats der Hansgrohe SE, ergänzt: „Als mein Vater 1975 die Führung von Hansgrohe übernommen hat, hat er das Familienunternehmen von Grund auf neu erfunden. Damit hat er Wohlstand in die Region, aber auch an viele andere Orte der Welt gebracht.“













