Anlässlich der kommenden Ausgabe der IPM fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Pflanzenhersteller und -händler auf, beim Pflanzentransport ab sofort den konsequenten Umstieg auf Mehrwegpaletten durchzuführen, um entsprechende EU-Vorgaben schnellstmöglich umzusetzen. Während die großen Lebensmitteleinzelhändler besonders scharf kritisiert werden, schneidet die DIY- und Gartencenterbranche deutlich besser ab.
Die EU-Verpackungsverordnung schreibt den Einsatz von Mehrweglösungen ab 2030 verpflichtend vor. Die DUH kritisiert in einer Pressemitteilung insbesondere, dass der Marktanteil von Mehrwegpaletten trotz eines bestehenden europäischen Mehrwegsystems – gemeint ist die Euro Plant Tray (EPT) – bei derzeit nur 5 Prozent liege.
Als Positivbeispiel führt die DUH hier Hornbach an: Der Baumarktkonzern hat inzwischen zwei Millionen Mehrwegpaletten der EPT geordert. Auch andere Unternehmen wie Globus oder Bellaflora treiben die Verwendung von Mehrwegpaletten voran. Alle Händler sollten diesem Beispiel folgen und sich der europäischen Mehrweglösung EPT anschließen, so die DUH.
„Unnötiger Verpackungsmüll muss in allen Bereichen vermieden werden – auch in der vermeintlich grünen Pflanzenbranche. Dennoch setzen insbesondere die großen Lebensmitteleinzelhändler wie Lidl, Aldi, Edeka oder Rewe beim Pflanzentransport auf Einwegpaletten. Wenn die Handelsunternehmen nicht jetzt damit beginnen, die Nutzung von Mehrwegpaletten hochzufahren, dann werden sie europäische Vorgaben krachend verfehlen“, mahnt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH.
Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft der DUH: „Besonders enttäuschend ist Ikea: Dort setzt man nach wie vor auf Einweg-Papplösungen und boykottiert den Einsatz von Mehrwegpaletten beim Pflanzentransport. Insbesondere Unternehmen wie Ikea, die sich als besonders nachhaltig inszenieren, müssen Verantwortung übernehmen und auf klimaschonende Mehrwegverpackungen umstellen. Wegwerfverpackungen aus Pappe sind keine ökologische Alternative und zudem für den Transport feuchter Pflanzen denkbar ungeeignet.“













