Spontankäufe sind bei den Deutschen die Ausnahme: Nur 12 Prozent der Befragten einer Studie von IFH Media Analytics und Media Central entscheiden sich ungeplant für einen Kauf. 59 Prozent planen Einkäufe gezielt im Voraus oder vergleichen aktiv Angebote, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen – die fällt vor dem Besuch im Geschäft oder Onlineshop. Händler-Apps sind dabei mit 58 Prozent die führende Quelle für die Preis- und Angebotsrecherche, die Relevanz der untersuchten Kanäle variiert jedoch je nach Phase der Customer Journey.
Prospekt-Apps dominieren
Prospekt-Apps sind der wichtigste Kanal in der Einkaufsplanungsphase: 27 Prozent der Befragten nennen sie als erste Anlaufstelle zur Inspiration, für 54 Prozent zählen sie zu den drei wichtigsten Touchpoints. Ihre Stärke liegt vor allem in der Bedienung des Bedürfnisses nach aktuellen Inhalten und Angeboten (63 Prozent). Zudem führen sie zum spontanen Entdecken von Aktionen und Produkten (32 Prozent). 34 Prozent der Befragten nennen sie als wichtigsten Kanal in der Einkaufsplanung, 61 Prozent zählen sie zu ihren Top 3.

Social Media bleibt im Kaufmoment schwach
Videoplattformen und Social Media sind zentrale Impulsgeber für die Entdeckung neuer Trends und Produkte – insbesondere über Werbung auf Videoplattformen (53 Prozent), Influencer (52 Prozent) und Social Ads (50 Prozent). Auch in der Einkaufsplanung gewinnen die Kanäle an Relevanz, da Angebote hier zielgruppenspezifisch ausgespielt werden können. Der letzte Schritt zum Kauf erfolgt jedoch überwiegend über Kanäle mit hoher Aktivierungsleistung, merken die Studienautoren an. Ausschlaggebend sind demnach konkrete Mehrwerte und situative Relevanz – etwa durch Coupons, eine einfache Filialsuche, transparente Preisvorteile oder passend getimte Impulse. Händler-Apps, Websites und Prospekt-Apps zählen hier zu den wichtigsten Kanälen.












