Gut jeder vierte Deutsche widmet sich dem Urban Gardening, züchtet Pflanzen auf Balkonen, Dachterrassen und Fensterbänken oder pflegt Innenhof- oder Gemeinschaftsgärten. Das geht aus der aktuellen Umfrage „Gardens of Europe“ hervor, die Stiga, Hersteller von Gartengeräten und -ausrüstung, bei Yougov in Auftrag gegeben hat. 28 Prozent der befragten Deutschen – fast so viele wie im Durchschnitt der befragten Europäer (31 Prozent) – betreiben Urban Gardening. Die Franzosen (39 Prozent) und Spanier (36 Prozent) sind sogar noch aktiver, während Urban Gardening in Italien (26 Prozent) und im Vereinigten Königreich (25 Prozent) ebenfalls verbreitet ist.
Zudem hat ein großer Teil der befragten Urban Gardener heute mehr Interesse am Gärtnern als noch vor fünf Jahren. Das Vereinigte Königreich führt diesen Trend an (65 Prozent), dicht gefolgt von Deutschland (64 Prozent) und Italien (63 Prozent). Frankreich verzeichnet 60 Prozent, während Spanien bei 55 Prozent liegt.
Aber es gibt auch regionale Unterscheide: Vor allem im Osten und Norden der Bundesrepublik blühen die Balkone. Der Osten (Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen) führt den Trend bundesweit an – hier beteiligen sich 32 Prozent der Befragten am Urban Gardening. Dicht darauf folgt der Norden (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern), wo 30 Prozent der Menschen auf kleinem Raum gärtnern. Im Westen (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) liegt der Anteil der Stadtgärtner bei 27 Prozent. Etwas traditioneller geht es im Süden zu: In Baden-Württemberg und Bayern liegt der Anteil der Urban Gardener mit 25 Prozent am niedrigsten.












