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HDE fordert Öffnungen ohne Diskriminierung und „Konsumschecks“

„Der HDE fordert von der Politik, die Öffnung aller Einzelhändler zu genehmigen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar ist", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

„Der HDE fordert von der Politik, die Öffnung aller Einzelhändler zu genehmigen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar ist", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat mit einem Zehn-Punkte-Plan beschrieben, wo aus seiner Sicht bei einer Wiederöffnung der Läden Knackpunkte bestehen. Gemeinsam mit den Landes- und Bundesfachverbänden wird dabei vor allem die große Bedeutung bundesweit einheitlicher Regelungen betont, die die Händler weder wegen ihrer Branchenzugehörigkeit noch aufgrund der Größe ihrer Verkaufsflächen diskriminieren sollten.

"Der HDE fordert von der Politik, die Öffnung aller Einzelhändler zu genehmigen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar ist. Denn die Unternehmen verlieren durch die Ladenschließungen täglich einen Milliardenbetrag. An den derzeit geschlossenen Händlern hängen 1,7 Millionen Jobs. Wenn die Läden in den Innenstädten noch lange flächendeckend schließen müssen, droht eine gewaltige Pleitewelle", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Bei den Regelungen nach den Ladenschließungen gehe es vor allen Dingen um ein gut koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen, schreibt der Verband. Die schrittweise Rückkehr zu einem geordneten Geschäftsbetrieb solle nach einheitlichen, nicht-diskriminierenden Vorgaben für den gesamten Einzelhandel erfolgen. "Lockerungen der Ladenschließung dürfen sich nicht an Betriebsgrößen, Verkaufsflächen oder Einzelhandelsbranchen festmachen. Das führt ansonsten zu Wettbewerbsverzerrungen, Rechtsunsicherheit und kollektiver Verunsicherung", so Genth weiter. Der Handel brauche einheitliche, klare und unkomplizierte Regelungen.

Um die zuletzt auf einen historischen Tiefststand gesunkene Konsumstimmung wieder in Schwung zu bringen, fordern die Handelsverbände darüber hinaus die Ausgabe von Konsumschecks für die Bürgerinnen und Bürger sowie die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. "Nach der Phase der Ladenschließungen muss die Bundesregierung der Binnenkonjunktur wieder auf die Beine helfen", so Genth. Das unterstütze nicht nur den Handel, sondern auch den Dienstleistungssektor und die Industrie.




|14. April 2020 | 09:34

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