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1997, Nr. 10, S. 42 INTERVIEW    Expansion auf vernünftiger Grundlage Joachim Pilling Geschäftsführer Vertrieb und Marketing von Wand & Boden, Berlin, im Gespräch mit dem diy-Branchenmagazin      Joachim Pilling     diy: Was ist Wand & Boden, Discounter oder Fachmarkt?   Joachim Pilling: In der Konsequenz Fachmarkt. Wir hatten am Anfang sehr kontrovers darüber diskutiert, wo wir uns positionieren und wo wir hin wollen. Wir haben uns natürlich auch die Discounter angeschaut und uns überlegt, was denn überhaupt ein Discounter ist. Nach vielen Diskussionen sind wir zu dem Punkt gekommen, daß Wand & Boden ein klassischer Fachmarkt ist. Wir wollen es eigentlich noch deutlicher hervorheben und herausstellen, daß wir die Serviceleistungen, die Beratungen - und natürlich auch die Darstellung unserer Verkaufsräume - ganz gezielt in diese Richtung ausrichten.   Andererseits sind wir natürlich auch preisaggressiv. Und zwar ganz gezielt bei Eckprodukten oder bei Produkten, wo der Kunde die Preisvergleiche vornimmt. Dort wollen wir günstig sein, damit er natürlich auch Wand & Boden in die engere Wahl nimmt. Aber auch in allen anderen Preisbereichen werden wir mit dem Discounter vergleichbar sein und über unsere Mitarbeiter versuchen, dem Kunden auch noch einmal bewußt zu machen, daß sich nicht immer der niedrigste Preis lohnt, sondern daß manchmal auch die Investition in eine Ware die eigentlichen Vorteile mit sich bringt.       diy: Welche Erkenntnisse liegen der Sortimentsgestaltung Ihrer verschiedenen Marktgruppen zugrunde?   Joachim Pilling: Wir haben ja drei Marktgruppen. Da sind erst einmal die A-Filialen; das sind die klassischen Wand-&-Boden-Filialen mit dem Standardsortiment: Teppiche, Tapeten, Gardinen, Farben, Lacke und Zubehör. Dann sind da unsere B-Filialen, die in ihrer Größe zwischen 700 und 1.000 qm Verkaufsfläche liegen. In diesen Märkten haben wir das Sortiment verbreitert, vertieft und einige Produktgruppen, die wir in der Vergangenheit dort nicht hatten, hinzugenommen, so wie z.B. Dekorationen, Bad-accessoires und zum Teil auch Bettwaren. Bei den C-Filialen, da haben wir die neue Mega-Markt-Konzeption entwickelt. Also völlig neue Produktgruppen mit hinzugenommen, die wir in der Vergangenheit noch nicht besetzt hatten, so unter anderem Parkette und Laminat. Wir haben das Thema Bäder deutlich vergrößert, den Bereich Dekoration ausgeweitet und die Abteilung Betten ganz wesentlich - teilweise bis zu 400 qm - erweitert…
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