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Auswege aus der Krise suchen

Handel und Industrie müssen nach Meinung des BHB besser kooperieren
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Steigende Energiekosten, fortlaufende Diskussionen um die Altersabsicherung sowie anstehende zusätzliche steuerliche Belastungen haben dazu geführt, dass sich die Verbraucher bei ihren Ausgaben zurückhalten. Zusätzlich belastet wird die wirtschaftliche Lage durch die Terrorangriffe des 11. Septembers 2001 und die sich daraus ableitende weltpolitische Situation. Die allgemeine Verunsicherung der Bevölkerung wirke sich, so der BHB, Bonn, auch auf die deutsche DIY-Branche aus. Die prognostizierte Umsatzentwicklung für das Jahr 2001 beläuft sich somit auf ein Plus von 0,3 Prozent und lässt einen Gesamtumsatz von 17 Mrd. € erwarten. Eine Betrachtung der Umsatzentwicklung nach Warengruppen ergab folgende Tendenz: Im Vergleich zu den Vorjahreswerten verzeichneten insbesondere die klassischen DIY-Sortimente rückläufige Zahlen. Betroffen war hier vor allem der Bereich Fliesen mit einem Umsatzminus von acht Prozent. Übertroffen wurden die Werte lediglich in der Warengruppe Klein- und Selbstbaumöbel mit minus neun Prozent. Die Bereiche Baustoffe/Bauchemie, Werkzeuge/Maschinen pendelten sich bei minus vier Prozent ein. Leichte Umsatzzuwächse erwirtschafteten hingegen Hölzer und Kunststoffe, die um ein Prozent zulegten. Dieser allgemeine und von wenig beeinflussbaren Faktoren abhängige Umsatzrückgang – Kapital und Kaufkraft sind vorhanden, das Kaufverhalten der Kunden hat sich verändert – kann von den Bau- und Heimwerkermärkten durch eine verstärkte Konzentration auf das interne Wachstum aufgefangen werden. Dazu gehören die Steigerung der Mitarbeiterproduktivität sowie die Einführungen von optimierten, elektronisch gestützten Warenwirtschafts- und Logistiksystemen. Weiterhin wird die Bedeutung der internationalen Märkte für die deutschen Baumarktunternehmen zunehmen. Entscheidend ist dabei die Konzentration auf Märkte mit Wachstumspotenzial wie Osteuropa, China, Taiwan oder Russland. Bei der erfolgreichen Organisation eines Marktauftritts sind Handel und Industrie gleichermaßen gefragt. Denn eine starke Handelsmarke gewinnt mit dem Angebot etablierter Industriemarken, umgekehrt profitie-ren die Hersteller vom ver-stärkten Auslandsengagement der Händler. Da sich beide Partner einen Markt teilen, können gemeinsame Kommunikationskonzepte weitere Umsatzanteile sowie höhere Margen generieren. Basis einer gemeinsamen Branchenkommunikation kann die Bedeutungsaufwertung von Wohnen sein. Verschiedene Fachstudien bele-gen…
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