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Der Garten boomt bei den Discountern

Im ersten Halbjahr 2003 hat die Zahl der Werbeanstöße mit Produkten aus dem grünen Bereich weiter zugenommen. Ein Ende dieser Entwicklung ist bisher nicht in Sicht

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Gartenschere gefälligst? Oder vielleicht ein kleines Pflanzset? Sie suchen nach Gartenhandschuhen oder nach einem Elektrorasenmäher? Schon einmal beim Discounter Ihrer Wahl vorbeigeschaut? Dort tummeln sich zwischenzeitlich Düngestäbchen und Pflanzerde neben Gartenbüchern, Rasentrimmern und – natürlich – der grünen „Lebendware“.
Discounter entdecken immer mehr neben ihrem klassischen Food-Sortiment zahlreiche Produkte aus dem Nonfood-Bereich. In der Regel werden diese zwar noch als Aktionsware angeboten, in ihrer Häufigkeit und Werbe-Intensität aber stellen sie schon heute einen bedeutenden Umsatzfaktor bei praktisch allen deutschen Discountern dar. Die zehn größten Nonfood-Warengruppen, so Ergebnisse der GfM&H, Nienhagen, wurden im ersten Halbjahr 2003 von den Discountern so stark beworben wie noch nie: nämlich insgesamt 2.489 Mal. Fast vierzig Prozent (992) fallen davon auf Produkte, die direkt Bau- und Gartencentern zugeordnet werden können, also Gartengeräte und -möbel, Elektrowerkzeuge, Werkzeuge und Eisenwaren.
Dabei scheint besonders das Gartensortiment reizvoll für Discounter-Werbemaßnahmen zu sein. Für Gartengeräte und -zubehör sowie für Camping- und Gartenmöbel warben diese in den ersten sechs Monaten dieses Jahres insgesamt 720 Mal (386 + 334). Nur bei Norma, wo die Werbemaßnahmen mit Gartenprodukten 2003 als einzige zurück gefahren wurden (von 48 auf 38), liegen die E-Werkzeuge beispielsweise vor Gartenartikeln. Sie stellen bei Norma sogar die stärkste Einzelgruppe überhaupt, liegen sie doch beim Discounter aus Franken noch vor den Haushaltswaren, die als Einzelsortiment die Werbehäufigkeit (677) bei allen Discountern insgesamt anführen.
Discounter-Werbeanstöße für Gartenartikel
1. Halbjahr 2002 und 2003
(.pdf-Datei zum Herunterladen)
Um über ein Drittel stiegen im ersten Halbjahr 2003 die Discounter-Werbemaßnahmen mit Gartenartikeln (Gartenartikel und -zubehör) verglichen mit dem Vorjahreszeitraum an (von 290 auf 386). Mit am agilsten gebärdeten sich dabei Plus, die ihre Werbung in diesem Bereich beinahe verfünffachten (von zehn auf 47) sowie Lidl (+ 32) und die Spar-Tochter Netto Marken-Discount (+ neun). Während die Steigerung bei den beiden Aldi-Linien unterdurchschnittlich ausfiel, ging sie bei Norma (s.o.) dagegen zurück.
Discounter belegen meistens die unteren Preisregionen mit ihren Produkten. Das gilt auch für das Gartensortiment. Dabei können, so das Beispiel eines Rosendüngers, die Preise durchaus regional variieren: Er kostete bei Aldi…
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