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Die Kunst Begeherlichkeiten zu wecken

Fachsortimente tragen viel zur Steigerung der Marktfrequenz bei. Doch an was es vielfach mangelt, sind emotional aufgeladene Abverkaufskonzepte

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Das Marktvolumen für Fachsortimente beträgt derzeit (Stichtag 30.6.2003) nach den Erhebungen von Titze 12.806 Mio. €. Das sind annähernd acht Prozent weniger als noch vor 15 Monaten. Insgesamt vier Vertriebswege hat Titze in der aktuellen Studie über den Gesamtthemenkomplex Fachsortimente in Deutschland näher unter die Lupe genommen: Bau- und Heimwerkermärkte, die Vermarktung über den Möbelfachhandel, Möbelmitnahme und -discount sowie die sonstige Vermarktung. Bau- und Heimwerkermärkte erzielen danach annähernd den gleichen Umsatz wie vor 15 Monaten. Als die großen Verlierer macht Titze dagegen die Kaufhäuser und SB-Warenhäuser aus, als wachsende Vertriebsform dagegen den Versandhandel. „Der stationäre Handel muss diese Vertriebsform sehr ernst nehmen“, sagt Geschäftsführer Winfried Titze, „und die eigene Kundenorientierung stärker den Wünschen der heutigen Verbrauchergeneration anpassen.“
Marktanteile Fachsosrtimente nach Vermarktungsformen
(.pdf-Datei zum Herunterladen)
Fachsortimente definiert die Unternehmensberatung folgendermaßen: Es sind diejenigen Produktgruppen und Einzelaccessiores, die ergänzend zu Möbeln vermarktet werden und deren Zweck es ist, die Wohnsituation im Haus dekorativ zu verschönern. Die Produkte können aus unterschiedlichsten Materialien sein, beispielsweise aus Aluminium, Holz oder auch aus Keramik oder textilen Materialien. Alle Fachsortimente sind zur sofortigen Mitnahme geeignet und tragen erheblich zur Frequenzsteigerung in den Vertriebswegen bei.
Innerhalb der einzelnen Fachsortimente erzielten Leuchten mit 1.795 Mio. € die höchsten Umsätze in den analysierten Vertriebswegen. Die folgenden Plätze belegten Koch- und Elektrogeräte, Haushaltswaren und Teppiche bzw. Teppichböden.
Verteilung der Anbieter aller Fachsortimentsgruppen nach Nationalität
(.pdf-Datei zum Herunterladen)
Auf der Anbieterseite fällt auf, dass immer mehr Marktteilnehmer sich der analysierten Vertriebswege bedienen. Ein Grund ist die Einführung des Euro, der dazu führte, dass ausländische Anbieter den deutschen Markt direkt beliefern oder aber für den zentraleuropäischen Raum eine Vertriebsgesellschaft gründeten. Insgesamt zählte Titze zum Stichtag 30.6.2003 genau 1.773 Anbieter. Das waren 326 mehr als vor 15 Monaten. Der Anteil der inländischen Anbieter schrumpfte von 71,6 Prozent auf jetzt nur noch 65,4 Prozent. Größter Nutznießer sind, laut Titze, die Hersteller aus Italien, die inzwischen mehr als zehn Prozent aller Fachsortimente in Deutschland stellen.
Als…
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