diy plus

Qualität statt Masse

Die Wohnraumleuchtenmesse Lightstyle muss in diesem Jahr mit deutlich weniger Ausstellern auskommen, als bei der Premiere 2001. Die Qualität, so der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Dr. Michael Peters, erlebe jedoch keinen Abbruch

diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
diy: Die erste Lightstyle 2001 wurde insbesondere von den Ausstellern fast euphorisch begrüßt. Doch in diesem Jahr müssen Sie einen Rückgang der Aussteller um rund 50 Prozent von rund 300 auf rund 150 verschmerzen. Worauf führen Sie diesen dramatischen Rückgang zurück?
Dr. Michael Peters: Von einem dramatischen Rückgang, wie von Ihnen beschrieben, kann nicht die Rede sein. Auf der diesjährigen Lightstyle werden, nach aktuellem Anmeldestand, rund 200 Leuchtenhersteller vertreten sein. Ihre Zahlen beziehen sich noch auf den Anmeldestand von Januar und sind damit nicht aktuell. Umfragen haben zudem ergeben, dass für Messebesucher neben Quantität vor allem auch Qualität entscheidend ist und diese erlebt auf der diesjährigen Lightstyle keinen Abbruch. Das Angebot reicht von der modernen Designleuchte bis hin zum Vollsortiment von Firmen wie beispielsweise Brilliant, Massive Leuchten, Paul Neuhaus oder Eglo Leuchten. Diese müssten vor allem für Ihre Leser interessant sein.
Die erste Lightstyle 2001 war ein mutiger Schritt für die Messe und ihre Partner. Denn zum ersten Mal wurde dekoratives Licht ohne die sonst üblichen Kontextmessen von Möbeln und Wohnaccessoires ausgestellt.
Dr. Michael Peters: „Schwierige Zeiten gemeinsam durchstehen.“
diy: Wie viel Fläche wurde 2001 belegt? Und wie viel in diesem Jahr?
Peters: Bei der Lightstyle 2001 war eine Bruttoausstellungsfläche von rund 30.000 m² belegt. In diesem Jahr sind rund 20.000 m² gebucht. Wir hätten ohne weiteres auch noch mehr Fläche vermieten können. Denn die Anfragen asiatischer Aussteller waren in diesem Jahr enorm hoch. Zur Maxime der Messe Frankfurt zählt es jedoch, auf ein maßvolles Verhältnis von Ausstellerländern und Qualität zu achten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass nicht nur die Zahl der belegten Fläche, sondern vor allem die Qualität des ausgestellten Angebotes in Breite und Tiefe für eine erfolgreiche Messe ausschlaggebend ist.
diy: Wo sind Schwerpunkte der „Fernbleiber“?
Peters: Konkurrenz hat die Lightstyle durch die Entscheidung der Mailänder im Jahr 2000 erhalten, die Messe „Euroluce“ in den ungeraden Jahren, antizyklisch zur „Light and Building“, stattfinden zu lassen. Vor allem Aussteller aus Italien sind deshalb in diesem Jahr nicht in Frankfurt dabei. Deutschland ist aber für die Leuchtenindustrie aus Italien einer der Hauptabsatzmärkte, so dass sich in den nächsten Jahren zeigen wird, wohin die Reise der italienischen Aussteller geht. Nach wie vor gilt: Wer auf einem Markt erfolgreich sein…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch