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E-Werkzeuge: Immer billiger

Es werden zwar immer mehr Elektrowerkzeuge verkauft. Aber gleichzeitig werden sie immer billiger. Bosch steuert gegen mit einem Shop-in-Shop-System

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Auch 2003 wurden im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Elektrowerkzeuge in Deutschland verkauft: Laut der Bosch-Marktforschung rund zwölf Mio. Stück bzw. ein Prozent mehr als im Vorjahr. Doch der erzielte Wert geht weiter zurück. Und das seit Jahren. 2003 wurden mit den abgesetzten Produkten 513 Mio. € erzielt. 2002 waren es noch 581 Mio. € und 2000 gar noch (Stückzahl rund elf Mio.) 663 Mio. €. Diese Zahlen spiegeln gleichzeitig den Siegeszug der Billiganbieter in den deutschen Baumärkten wider und den Preisverfall bei Elektrowerkzeugen in Deutschland. So verringerte sich laut Bosch der Durchschnittspreis von No Names oder Handelsmarken in den letzten Jahren von 36 auf 24 €. Eine Entwicklung, mit der man als Markenanbieter natürlich nicht zufrieden sein kann. Bereits im Vorjahr kündigte Bosch eine Markenkampagne an, um den Billiganbietern Paroli zu bieten. Doch die zunehmende Spreizung der Zahlen zwischen Menge und Wert zeigt, dass für den Marktriesen aus Stuttgart noch einiges zu tun bleibt. Umso erfreuter zeigte sich Matthias Knofe, Leiter Verkauf Mitte im Geschäftsbereich Elektrowerkzeuge der Robert Bosch GmbH, über den Erfolg der Shop-in-Shop-Systeme in den Baumärkten. „Für den Absatz von Markenprodukten wird die Direktansprache des Anwenders immer wichtiger“, sagte Knofe. Deshalb wurden im zweiten Halbjahr 2003 in rund 150 deutschen Baumärkten Shop-in-Shop-Systeme für die Marke Bosch eingerichtet (die Bosch-Marken Skil und Dremel finden sich dort nicht). „Mit ihnen konnten wir die Abverkäufe bis zu 40 Prozent steigern.“ Wem die Marktanteile letztlich abgenommen werden, darüber gibt es bei Bosch keine gesicherten Erkenntnisse. Vermutet wird jedoch, dass sie eher zu Lasten der Billiganbieter gehen.
Der Erfolg der Shop-in-Shops macht natürlich Appetit auf mehr. So soll das erfolgreiche Instrument der Abverkaufsförderung, das auch in Österreich und der Schweiz eingesetzt wird, zügig ausgebaut werden. Im Raum stand zunächst eine Verdoppelung der Anzahl. Aber auch ein Ausbau der Bosch-Shops bis zu 1.000 hält Uwe Raschke, Chef des Bosch Geschäftsbereiches Elektrowerkzeuge, nicht für ausgeschlossen.
Er sieht indes auch wieder positive Impulse für den deutschen Markt, nicht nur durch die vorgestellten Neuheiten (siehe Seite 74), sondern auch durch gesellschaftliche Trends, die das Heimwerken begünstigen: die steigende Zahl von Haushalten, die verstärkte Ansprache der Zielgruppe Frau und der Trend zum Garten. „Wir beobachten“, so Raschke, „dass die Anzahl der…
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