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Wenn schon Geld ausgeben, dann fürs Heimwerken

Lust aufs Kaufen haben sie schon, die deutschen Verbraucher, aber nicht das Geld dazu. Doch für DIY-Arbeiten in Haus und Garten planen sie nach wie vor Ausgaben ein

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Die deutschen Verbraucher haben zwar Lust, zu konsumieren. Dazu fehlen ihnen aber die finanziellen Mittel. Außerdem sparen sie lieber statt Geld auszugeben. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des europaweiten Verbraucherindex der CreditPlus Bank AG. Er erfasst das Vertrauen der Bevölkerung in die Wirtschaft sowie ihre Konsum- und Anschaffungsneigung für den persönlichen Bedarf.
In Europa ist die Stimmung der Verbraucher gesunken. Besonders davon betroffen sind Frankreich, Deutschland, Italien und die Niederlande. In Deutschland hat der Europäische Verbraucherindex einen neuen Tiefstand erreicht. Lag er im Mai 2003 bei 96 und im November 2003 bei 95 Indexpunkten, sind es jetzt lediglich noch 93. Deutschland bleibt somit auf dem vorletzten Platz vor Portugal.
Die konkrete Absicht, in den nächsten Monaten eine Anschaffung zu tätigen, ist in Deutschland um sechs Indexpunkte gesunken. Dagegen hat sich der Wunsch nach Anschaffungen um zwei Indexpunkte erhöht. Mehr Verbraucher (aktuell 59 Prozent statt 58 Prozent im November 2003) haben Lust, Geld auszugeben. Aber weniger Verbraucher (aktuell 63 Prozent statt 62 Prozent im November 2003) haben die Möglichkeit dazu.
DIY steht oben auf der Wunschliste
Das heißt jedoch nicht, dass sie keinerlei Anschaffungen mehr planen. Einen Spitzenplatz nehmen dabei Heimwerkerprojekte im Garten oder im Haus beziehungsweise in der Wohnung ein. Nach den für die nächsten drei Monate beabsichtigten größeren Einkäufen gefragt, haben 22 Prozent der Umfrageteilnehmer Geräte oder Werkzeuge fürs Heimwerken genannt – noch vor Möbel und teuren Reisen mit jeweils 18 Prozent. Vor einem Jahr lag die Anschaffungsneigung für DIY-Produkte ebenfalls bei 22 Prozent, ist allerdings bei der Umfrage im November auf 18 Prozent gefallen.
Auch der Wohlstandsvergleich der europäischen Länder, den der Bundesverband deutscher Banken aktuell durchgeführt hat, bestätigt, dass die Deutschen weniger Geld zur Verfügung haben. Deutschland rangiert dort auf einem der letzten Plätze. Gemessen am realen Wirtschaftswachstum ist Deutschland innerhalb der Europäischen Union in den letzten Jahren sichtlich zurückgefallen. Das deutsche Pro-Kopf-Einkommen sank im europäischen Einkommens-Ranking vom dritten Platz 1992 langsam aber kontinuierlich auf den elften Platz im Jahr 2003.
Allerdings würden die Deutschen auch bei höherem Einkommen lieber sparen als konsumieren. Hätten die Verbraucher ein höheres Einkommen zur Verfügung, hätten im vergangenen November 37 Prozent Geld für…
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